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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 28.08.2026

Anhörung zur Bäder-Petition: Hallenbäder brauchen verlässliche Finanzierung


Mit der Anhörung zur Petition der Initiative „Bäder in Not“ am 1. September 2026 rückt die Zukunft der Thüringer Hallenbäder erneut in den Mittelpunkt der Landespolitik. Die mehr als 30 Thüringer Hallenbäder der Initiative „Bäder in Not“ erwarten nun verbindliche Entscheidungen. Die seit September 2025 formulierten Forderungen gelten unverändert: Thüringen braucht eine dauerhaft tragfähige Finanzierung seiner Hallenbäder und eine klar benannte politische Verantwortung.

Bereits am 29. September 2025 hatten Vertreter Thüringer Bäder eine gemeinsame Resolution unterzeichnet. Nach ausbleibender Resonanz und einer Demonstration vor dem Thüringer Landtag wurde die Petition mit 22.776 Unterstützerunterschriften am 5. März 2026 an Landtagspräsident Dr. Thadäus König übergeben. Die Anhörung ist deshalb ein wichtiger Schritt. Sie muss nun zu konkreten und belastbaren Ergebnissen führen.

Die fünf Forderungen bleiben bestehen:

  • Koalitionsvertrag einhalten: Die zugesagte Unterstützung der kommunalen Thüringer Hallenbäder muss umgesetzt werden.
  • Ausreichend Mittel bereitstellen: Für 2026 und 2027 sind jeweils 30 Millionen Euro zur Sicherung von Betrieb und Erhalt der Hallenbäder erforderlich.
  • Verbindliche Gespräche führen: Sofortige Gespräche mit Vertretern der Koalitionsfraktionen, um einen abschließenden Vorschlag zum kurzfristigen Erhalt der Thüringer Hallenbäder zu erarbeiten.
  • Politische Verantwortung klären: Ein Bäderbeauftragter der Landesregierung auf Staatssekretärsebene soll Finanzierung und Bäderkonzeption ressortübergreifend koordinieren.
  • Bäderkonzeption 2040 abschließen: Das Land muss die Konzeption bis Ende 2026 fertigstellen und mit einem belastbaren Finanzierungs- und Umsetzungsplan verbinden.

Hallenbäder sichern Schulschwimmen, Schwimmausbildung, Gesundheits- und Vereinssport, touristische Angebote sowie gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig steigen Personal-, Energie- und Materialkosten weiter. Kostendeckende Eintrittspreise sind weder realistisch noch sozial vertretbar. Die Kommunen und Betreiber haben Einsparpotenziale genutzt und ihre Anlagen modernisiert; die strukturelle Finanzierungslücke können sie dennoch nicht allein schließen.

Die Initiative „Bäder in Not“ appelliert an Landtag und Landesregierung: Die Anhörung darf nicht bei der Beschreibung der Probleme stehen bleiben. Jetzt braucht es schnelle und verbindliche Entscheidungen für eine verlässliche Finanzierung, klare Zuständigkeiten und einen konkreten Zeitplan. Die Anhörung im Petitionsausschuss des Thüringer Landtages findet am 1. September 2026, 15:30 Uhr statt. Sie kann vor Ort sowie per Livestream verfolgt werden.

Petition „Bäder in Not! - Forderungen an die Landesregierung zur Erhaltung der Thüringer Hallenbäder“

Link zum Livestream der Anhörung am 1. September 15:30 Uhr

Das Aktionsbündnis „Thüringer Bäder in Not“ vereint derzeit mehr als 30 Betreiber kommunaler Hallenbäder in Thüringen.


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Ansprechpartner

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Daniela Jahn
03671 598-205     Email schreiben...