Wahlwiener Komponisten im 4. Schlosskonzert der Thüringer Symphoniker
Auf dem Programm stehen Komponisten, die in der Donaumetropole fast zeitgleich mit Mozart beachtliche Erfolge feierten, aber bis heute in dessen Schatten stehen. Die Konzerte am 30. Juni in der Schlosskapelle Saalfeld und am 1. Juli im Rokokosaal der Rudolstädter Heidecksburg stehen unter der musikalischen Leitung von Bartosz Żurakowski. Solist ist Mathias Arnaud, Solofagottist der Thüringer Symphoniker.
Auch wenn etliche Hauptstädte und Höfe Europas eine blühende Musiklandschaft boten, schien Wien im 18. Jahrhundert auf viele Künstler einen ganz besonderen Reiz auszustrahlen. So machte sich auch der junge tschechische Komponist Leopold Koželuh nach einer bereits beachtlichen Theaterkarriere in Prag auf den Weg nach Wien, und zwar zur gleichen Zeit wie der heute vielleicht berühmteste Wahlwiener-Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart. Koželuhs Erfolg war dennoch beachtlich: Erst wurde er der Privatlehrer am kaiserlichen Hof, als Nachfolger des großen Georg Christoph Wagenseil, dann rückte er auf die Stelle als Kaiserlicher Kammerkapellmeister und Hoforganisten auf Lebenszeit. Auch wenn von den circa 400 Kompositionen ein großer Teil verschollen ist, lassen die erhaltenen, wie seine Sinfonie in g-Moll, die großen Werke der ausgehenden Klassik, die eines Beethoven erahnen. Neben Mozart, Wagenseil und von Winter ist er einer der Komponisten, mit denen die Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem Schlosskonzert in die glanzvolle Zeit der Wiener Klassik und deren Vorboten zurückreisen können.
Beginn der Konzerte ist jeweils 19.30 Uhr. Karten sind an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters Rudolstadt, telefonisch unter 03672/4501000 und auf der Website auf www.theater-rudolstadt.de erhältlich.
Text: Friederike Lüdde - Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH
Foto: Theater Rudolstadt Mathias Arnaud ©Anke Neugebauer
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