Auf Sommertour: Umweltminister besucht Kreisstadt
Im Klubhaus diskutierte er zunächst mit Bürgermeister Dr. Steffen Kania sowie Vertretern der Stadt und den Geschäftsführern von WOBAG und SWS die Umsetzung der Energie- und Wärmewende, die kommunale Wärmeplanung und die energetische Sanierung im Altbau. Deutlich wurde dabei, dass zwischen den schlüssig begründeten, ambitionierten Zielen der Politik und der praktischen Machbarkeit eine große Lücke klafft. Nicht nur, dass gesetzliche Grundlagen für Wärmeplanung und klimaneutrale Versorgung fehlen, auch die bisher geplante Förderung für eine zukunftsfähige, endpreisneutrale Fernwärme ist zu gering. Einig war man sich, dass es in jedem Fall regional passende Lösungen brauchen wird.
Beim anschließenden „ökologischen Stadtrundgang“ ging es um grüne Stadtentwicklung und Anpassung an den Klimawandel sowie bürgerschaftliches Engagement u. a. bezogen auf die Initiative „Essbares Saalfeld“. Dabei stoßen jedoch einige Innenstadtvorhaben auf Widerstände beim Landesdenkmalschutz. „Zukünftig wird der Denkmalschutz auch verlieren müssen“, zeigte sich Stengele überzeugt.
Im Quartier Beulwitzer Straße/Alte Kaserne tauschte sich der Minister mit Akteuren vor Ort über gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration sowie zu Kreislaufwirtschaft und Baustoffrecycling aus. Sichtlich angetan war Bernhard Stengele dabei vom Fachsimpeln mit Werkhausmanager Dirk Böhme, alldieweil Stengele aus einer Schreinerfamilie stammt.
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