Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Mit dem Gedenktag wird an die Millionen von Menschen erinnert, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Das Datum selbst verweist auf die Befreiung der Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945.
Bundespräsident Roman Herzog bestimmte diesen Tag zum Gedenktag an die Opfer des grausamen Regimes. Er sagte dazu in seiner Proklamation des Gedenktages:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“
In Saalfelds Straßen erinnern zudem die im Rahmen eines Kunstprojektes von Gunter Demnig im Jahr 2008 verlegten Stolpersteine an das Schicksal Verfolgter während der NS-Zeit. Insgesamt wurden 10 dieser Gedenktafeln aus Messing verlegt. Eingelassen vor den ehemaligen Wohnhäusern der verfolgten Saalfelder Juden, steht auf den Stolpersteinen eingraviert, der Name des Opfers verknüpft mit seinem Schicksal. Um den Stein lesen zu können, muss man sich vor dem Opfer verbeugen. Mit den Stolpersteinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig gehalten, die einst hier wohnten.
Das Theater Rudolstadt veranstaltet zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus eine Lesung im Schminkkasten. Um 20 Uhr lesen Anne Kies und Steffen Mensching aus dem Buch „Noch ein Glück - Die Lebenserinnerungen von Trude Simsonsohn“.
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