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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 08.06.2026

Wärmeplanung und der nächste Schritt: Bestandsanalyse


Die Bestandsanalyse ist die Grundlage der kommunalen Wärmeplanung.

Sie erfasst und strukturiert wichtige Daten zur aktuellen Wärmeversorgung, etwa zu Energieverbräuchen, Gebäuden, bestehenden Wärmeerzeugern und Netzen. Es entsteht ein klarer Überblick über den aktuellen Zustand der Gemeinde Saalfeld/Saale. Auch die räumliche Verteilung des Wärmebedarfs spielt eine wichtige Rolle, weil sie erste Hinweise darauf gibt, wo sich zum Beispiel Wärmenetze eignen könnten. Auf dieser Basis kann die Gemeinde Saalfeld/Saale Potenziale und Handlungsbedarfe erkennen, realistische Zielszenarien entwickeln und die zukünftige Wärmeversorgung strategisch planen.

Folgende Aspekte werden im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung in Saalfeld/Saale während der Bestandsanalyse betrachtet.

  1. Gebäude- und Siedlungsstruktur (Denkmalschutz, Gebäudenutzung, Baualtersklassen)

    Die strukturierte Aufbereitung von Gebäudedaten (Denkmalschutz, Gebäudenutzung, Baualtersklassen) bildet die zentrale Grundlage, um die bestehende Siedlungs- und Gebäudestruktur abzubilden.

  2. Energieverbrauch (Wärmeverbrauch, Wärmebedarf, Wärmeliniendichte)

    Aufbauend auf der strukturierten Gebäudedatenbasis wird der Energieverbrauch in der Gemeinde ermittelt. Dieser umfasst den aktuellen Wärmebedarf sowie den daraus abgeleiteten Wärmebedarf der Gebäude. Ergänzend wird die Wärmeliniendichte als räumlicher Indikator herangezogen, um die Konzentration des Wärmegebietes in der Gemeinde darzustellen.

  3. Energieinfrastruktur (Netze: Wärme, Gas, Strom, Abwasser, bestehende Wärmeerzeugungsanlagen, Wärme und Gasspeicher, Wasserstoff, Beheizung)

    Anschließend wird die bestehende Energieinfrastruktur im Untersuchungsgebiet erfasst. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Wärme-, Gas-, Strom- und ggf. Abwassernetze sowie vorhandene Erzeugungsanlagen und Speicher. Die Informationen der eingesetzten Energieträger werden mit der Beheizungsstruktur der Gebäude verknüpft, um die aktuelle Versorgungsstruktur systematisch abzubilden.

  4. Treibhausgasbilanzierung

    Aus den vorangegangenen Bestandteilen der Bestandsanalyse lassen sich die energiebedingten Treibhausgasemissionen im Wärmebereich bilanzieren. Das Ergebnis der Bilanzierung bildet die klimarelevante Ausgangssituation der Gemeinde und dient als spätere Grundlage für die Bewertung von Minderungs- und Transformationsphasen.

  5. Schutzgebiete

    Während der Analyse werden relevante Schutzgebiete durchgängig berücksichtigt. Sie fließen fortlaufend in die Bewertung möglicher Restriktionen für die Entwicklung von Wärmeversorgungsstrukturen in der Gemeinde Saalfeld/Saale ein.

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Ansprechpartner

Christopher Mielke

  03671 598-203     Email schreiben...
Daniela Jahn
03671 598-205     Email schreiben...