Stadtrat beschließt dringliche Maßnahmen zur Instandsetzung der historischen Stadtmauer
Hintergrund der Entscheidung ist der Teileinsturz eines Abschnitts der historischen Stadtmauer, der infolge erheblicher Nässeschäden auch auf ein angrenzendes Privatgrundstück gestürzt ist. Nach einer Begutachtung wurde der betroffene Bereich aus Sicherheitsgründen umgehend abgesperrt.
Die Erste Beigeordnete Bettina Fiedler unterstreicht die Dringlichkeit der Maßnahme: „Es handelt sich um den Einsturz der Stadtmauer auf privatem Gelände. Ein Teil der Mauer muss zurückgebaut und komplett erneuert werden, ein anderer Teil neu verpresst und genagelt werden, um diesen dauerhaft zu stabilisieren und zu sichern. Insgesamt sind 70 Meter Stadtmauer sind betroffen.“
Im Rahmen der Sanierung wird der eingestürzte Mauerabschnitt kontrolliert zurückgebaut und anschließend denkmalgerecht wiedererrichtet. Die beschädigten Bereiche werden durch spezielle Verpressungs- und Vernadelungsverfahren dauerhaft stabilisiert. Historische Natursteine werden dabei gesichert und für den Wiedereinbau zwischengelagert.
Die Stadtmauer in diesem Bereich wurde zuletzt im Jahr 1997 umfassend saniert. Der nun eingetretene Schaden stellt eine unvorhersehbare Herausforderung dar, die eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden erfordert.
Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit bleiben die Straße „Hinter der Mauer“ sowie die angrenzenden privaten Grundstücke im betroffenen Bereich weiterhin gesperrt. Gleichzeitig soll durch ein zügiges Vorgehen verhindert werden, dass sich die Schäden weiter ausweiten und zusätzliche Sanierungskosten entstehen.
Bürgermeister Dr. Steffen Kania erläutert die Finanzierung der Maßnahme: „Für den Bau der Turnhalle in Dittrichshütte konnte eine neue Fördermöglichkeit erschlossen werden. Dadurch werden Mittel für die Sanierung der Stadtmauer frei.“
Auch Bettina Fiedler bewertet diese Entwicklung als wichtigen Schritt: „Für Havarien dieser Art gibt es weder beim Land noch beim Landkreis oder der Stadt einen Notfallfonds. Umso erfreulicher ist es, dass eine tragfähige Finanzierungslösung gefunden werden konnte.“
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