Saalfelder Wanderverein berichtet vom Tag des Wanderns 2025
Der Tag des Wanderns wird seit dem Jahr 2017 begangen. Wie in vielen anderen Wandervereinen hat auch im Saalfelder Wanderverein dieser Tag seinen festen Platz gefunden und wird mit unterschiedlichsten Aktionen durchgeführt.
So wurde bereits im Jahre 2017 im Rahmen dieses Tages eine Bank an exponierter Stelle aufgebaut. Es folgten Aktivitäten wie das Anlegen und Erhalten von Blumenbeeten im Bergfried-Park, das Entfernen von Wachstumshilfen und Auslichten einer Schonung im Stadtwald oder das Pflanzen von Bergkiefern sowie das Erhalten eines kleinen Heidegebietes. Im letzten Jahr wurde mit zwei dritten Klassen gemeinsam wandern gegangen, um sie für Natur und Bewegung zu sensibilisieren. Es war damals für alle Beteiligten eine interessante Erfahrung, von der auch unser Verein profitiert hat.
Im Folgenden berichtet der Saalfelder Wanderverein von seinen diesjährigen Erlebnissen:
„In diesem Jahr hatten wir eine andere Idee für unser Vorhaben. Wir wollten eine öffentliche Wanderung organisieren. Nun hat unser Verein schon ein paar Wanderungen für die Öffentlichkeit organisiert. Aber diese war doch etwas anders geartet. Deshalb haben wir uns Verbündete gesucht. Die haben wir auch bei der Stadtverwaltung, SG Kommunikation gefunden. Durch diese Unterstützung hatten wir die Verbindung zu regionalen Printmedien und im Internet. Ein Übriges brachte die Web-Seite unseres Wandervereins. Blieb die Hoffnung, dass die Öffentlichkeit dies alles auch zur Kenntnis nimmt und Interesse zeigt.
Die Wanderung fand im eingemeindeten Ortsteil Schmiedefeld statt. Die beiden verantwortlichen Wanderführer waren die Strecke vorgewandert. Da sie durch Waldgebiete führte, war diese Maßnahme wichtig. Die Strecke musste wegen Windbruch und Baumfällarbeiten auch freigeschnitten und abschnittsweise umverlegt werden. Mit Schmiedefeld als Start und Ziel wollten wir auch dem Ort unsere Reverenz erweisen und zeigen, dass es hier sehr schöne Wanderwege direkt vor der Haustüre gibt.
Mit dem öffentlichen Personennahverkehr sind wir zum Start nach Schmiedefeld gefahren. Die öffentliche Anteilnahme war im Bus noch etwas sehr schwach beseitet. Außer dem hauptamtlichen Wegewart der Stadt und seinen drei ehrenamtlichen Wegewarten waren nur noch Mitglieder des Saalfelder Wandervereins für unsere Wanderung unterwegs. Etwas mehr hatten wir uns schon erhofft.
Treffpunkt zur Wanderung war in Schmiedefeld an der Bushaltestelle „Tanne“. Hier erlebten wir eine sehr angenehme Überraschung. Wir wurden schon von zahlreichen Wanderfreunden erwartet. Sie kamen aus Gräfenthal, Zoppten, Arnsgereuth, Schmiedefeld, Lichte und auch aus Jena. So waren wir am Ende 39 Teilnehmer. Später erhielt unsere Vereinsvorsitzende noch einen Anruf. Ein Leipziger Wanderverein wollte noch teilnehmen. Aber da sie den Bus in Saalfeld nicht erreicht hatten, mussten sie auf unser Angebot verzichten. Schade!
Die Wanderung begann mit der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende und mit Ausführungen zum Weg der heutigen Runde, zu seinen Schwierigkeiten und Aussichten, zu den Raststellen und zur Einkehr.
Die Strecke verlief auf dem Morrasina Rundweg. Die Morrasina Grotte ist ein ehemaliger Bergwerkstollen, den man besichtigen kann. Der Weg ist gut begehbar und wurde erst erst kürzlich markiert und beschildert, als einer der letzten bei der Umsetzung der „Saalfelder Wanderwegekonzeption“.
Der Rundweg führte zunächst zum Leipziger Turm. Das war auch auf unserem Weg der höchste Punkt. Hier erfolgte die Verteilung der kleinen Präsente des Deutschen Wanderverbandes DWV an die teilnehmenden Wanderer, die freudig überrascht waren. Die Aussicht von diesem Punkt war sehr schön.
Der Zeitpunkt mit dem 14.Mai fiel in diesem Jahr sehr günstig. In der Natur hat es an vielen Stellen gegrünt und geblüht. Die Natur ist zurzeit gut entwickelt. Man brauchte nur die Augen aufzumachen. Schon konnte man sich an der Umwelt erfreuen. Selbst die Tierwelt hielt eine kleine Überraschung für uns bereit. Über unseren Weg „lief“ eine kleine Kreuzotter. Und wenig später folgte noch eine Blindschleiche. Leider war der Blick in die Umwelt nicht ganz ungetrübt. Die vielen kahlen Flächen der Wälder waren nicht zu übersehen, gaben allerdings auch ungewohnte phantastische Ausblicke frei.
Auf unserer Runde sind wir noch einmal ein Stück vom Morassina Rundweg abgewichen. Die Region um Schmiedefeld betrieb einst Bergbau. Bergbau ist eine nicht ungefährliche Tätigkeit. Für die Opfer dieser schweren Arbeit hat man eine kleine Erinnerungsstätte in Form einer Kapelle errichtet, die von der Gemeinde gepflegt wird. Für uns war es ein Kleinod auf unserem Weg.
Der Weg war dann im Folgenden ein munteres Auf und Ab. So war die Trinkpause an der Kleeberg-Baude sehr verdient. Die Baude wird seit 50 Jahren von einem Verein betrieben. und hat an jedem Sonntag Nachmittag geöffnet. Der Weg führte uns dann in den Ort Lippelsdorf. Hier gibt es noch die Porzellanmanufaktur „Wagner & Apel". Es ist die letzte verbliebene Porzellanherstellung in dieser traditionsreichen Porzellan-Region. Wir konnten hier in den alten Betriebsteil schauen. Die Manufaktur betreibt auch eine kleine Bewirtung, mehr so etwas zwischen Cafe und Imbiss. Wir konnten hier einkehren und uns stärken. Nach den Anstrengungen der Wanderung über Berg und Tal war das eine ganz besondere Pause.
Frisch gestärkt konnte die Wanderung fortgesetzt werden. Wir hatten noch ein letztes Ziel. Wir wollten noch zum Morassina - Schaubergwerk wandern. Dazwischen lag noch ein steiler Berg. Zum Besichtigen der Grotten war die Zeit leider zu knapp. So musste es bei einer Stärkung im Imbiss bleiben. Wir hoffen jedoch, dass wir mit dieser Wanderung vielleicht das Interesse zu einer individuellen Besichtigung geweckt haben.
Die Wanderung fand hier ihr Ende. Es war eine schöne Wanderung, mit der wir sicherlich dem Gedanken des "Tages des Wanderns "Rechnung getragen haben. Den beiden Wanderführern sei für die Mühen der Vorbereitung und Durchführung der Wanderung der Dank ausgesprochen. Auch den Teilnehmern an dieser Wanderung sei für ihr Durchhaltevermögen und ihre Disziplin danke gesagt.“
Text/Fotos: B.Haufe/G.Werrmann vom Wanderverein Saalfeld
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