Im 3. Schlosskonzert dreht sich alles um den Tango und das Bandoneon
Der Tango ist nicht nur ein Tanz, sondern ein mit Gefühlen aufgeladener Mythos – eine Kraft, die spätestens seit Astor Piazzollas Nuevo Tango zur komplexen Musikkunst wurde. Er ist Leidenschaft, Intimität und Improvisation, ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann. So bezeichnete der Poet Enrique Santos Discépolo den meditativen Tango Argentino. Mit Fabio Furia freuen sich die Thüringer Symphoniker, einen echten Meister auf Bandoneon in ihre Mitte zu holen. Ein mindestens genauso großer Mythos wie der Tango ist die Musik und die Improvisationsfähigkeit eines klassischen Komponisten: Wolfgang Amadeus Mozart. Als „spanischer Mozart“ wurde das junge Wunderkind Juan Crisóstomo de Arriaga bezeichnet. Und das nicht nur, weil er auf den Tag genau 50 Jahre nach Mozart geboren wurde, sondern weil er sich ebenso früh als Komponist einen Namen machen konnte wie sein österreichisches Vorbild. Auch einem weiteren Komponisten diente Mozart als Vorbild. Heitor Villa-Lobos widmete ihm eines seiner ersten Werke, seine Sinfonietta Nr. 1., und wandelte dafür zwei Themen des Wiener Komponisten in seine eigene lateinamerikanische Musiksprache um. So lässt sich vielleicht erahnen, wie Mozart geklungen hätte, wenn er in der Sonne Brasiliens aufgewachsen wäre.
Karten für das 3. Schlosskonzert in der Schlosskapelle Saalfeld sind erhältlich an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters, auf der Website auf www.theater-rudolstadt.de und an der Theaterkasse in der KulTourDiele, Tel. 03672 450 10 00. Das Konzert im Rokokosaal der Heidecksburg ist bereits ausverkauft.
Text: Thüringer Landestheater Rudolstadt Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH
Foto: Fabio Furia ©Michele Raginali
zurück zur Liste
