Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025
Der Tag des offenen Denkmals bietet als Event die Möglichkeit, diese Erfahrungswerte und Erfolge am 14. September 2025 einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, um weiter Relevanz für den Denkmalschutz zu stärken.
In Saalfeld/Saale öffnen über 20 kleine und große Schätze der „Steinernen Chronik Thüringens“. Bauwerke, Denkmale und steinerne Zeitzeugen präsentieren ihren Wert und machen die Bedeutung von - Denkmalschutz und -pflege sichtbar. Das Angebot erstreckt sich von dem höchst- bis zu den tiefst gelegenen Sehenswürdigkeiten, von den Türmen der Johanneskirche bis in die Tiefen der Bierkeller, Stollen und - Grotten, von den zentralen Orten innerhalb der historischen Altstadt mit der Hutschachtel und den Stadttoren über den Ringlokschuppen und die Villa Weidig bis zu den dezentral gelegenen Sehenswürdigkeiten in den Ortsteilen, wie der Windmühle Dittrichshütte und das Schloss Obernitz.
Zum Flyer geht es HIER
Hier eine Übersicht zu den Denkmälern:
11 Uhr Eröffnung durch den Posaunenchor Graba am Oberen Tor
(1) „Alte Post“, Blankenburger Straße 9, 10:30 bis 18 Uhr geöffnet
Die „Alte Post“, erstmals erwähnt 1527, ist ein Restaurant im historischen Denkmalensemble des Stadtkerns. Auf zwei Ebenen und bis in 14 Metern Tiefe verbirgt sich der historische Bierkeller.
Aktionen:
- stündliche Führungen durch die Bettelmönche
- Gastronomie-Service
(2) Besucherbergwerk Mellestollen / Waldhotel Mellestollen, Wittmannsgereuther Straße 105, 11 bis 18 Uhr geöffnet
In der etwa 1920 angelegten ehemaligen Erzgrube zu Wittmannsgereuth wurde bis 1969 Eisenerz abgebaut. Seit 2000 ist das Bergwerk für Besucher zugänglich.
Aktionen:
- Führungen nach Bedarf (kostenpflichtig)
- Vorträge von erfahrenen Geologen
- Mineralienausstellung mit Verkauf
- Gastronomie-Service
(3) Blankenburger Tor, Blankenburger Straße 1, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Das Blankenburger Tor, im nördlichen Abschnitt der Stadtmauer gelegen, erscheint bereits 1372 in urkundlichen Überlieferungen. Die Nutzung des Tores wird 1380 als Badestube erwähnt. Nach Begehbarmachung und baulicher Sanierung wurde 2025 eine multimediale Ausstellung eröffnet, die Zünfte, Handwerk und Gastlichkeit im 17. Jahrhundert thematisiert.
(4) Darrtor, Darrtorstraße 11, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Das älteste Stadttor (14. Jahrhundert) wurde bereits im Mittelalter als Gefängnis genutzt. Nach Sanierungsarbeiten ist das Darrtor seit 1998 begehbar. Eine multimediale Ausstellung entführt seit 2021 in die Entwicklung der Rechtsprechung über die Jahrhunderte.
(5) Feengrotten, Feengrottenweg 2, 10 bis 17 Uhr geöffnet
Hervorgegangen aus einem ehemaligen Alaunschieferbergwerk sind die Feengrotten heute die „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“.
Aktionen:
- Führungen (kostenpflichtig)
(6) Gertrudiskirche Graba, An der Gertrudiskirche 1, 10 bis 17:30 Uhr geöffnet
Der Altarraum entstand 1503, das Kirchschiff mit Fürstenloge 1778. Besonderes Highlight ist der 7 Meter hohe spät gotische Schnitzaltar von Hans Gottwald (um 1515).
Aktionen:
- 10 Uhr Gottesdienst
- 13 bis 17 Uhr Kirchenkaffee
- Bilder aus dem Gemeindeleben
- 14 und 15:30 Uhr Führungen mit Robin Wagner
- 17 Uhr Musikalisch-geistlicher Abendsegen
(7) Hutschachtel, Rathaushof, Markt 1, 10 bis 15 Uhr geöffnet
Die sogenannte „Hutschachtel“ ist ein ehemaliges Gefängnis. 1857 - 1859 errichtet, wurde der turmartige Rundbau 1859 an das Herzogtum Sachsen-Meiningen übergeben. Seit 1973 wird die Hutschachtel als Stadtarchiv der Stadt Saalfeld/Saale genutzt.
Aktionen:
- Ansprechpartner vor Ort
(8) Johanneskirche, Kirchplatz 1, 10 bis 16:30 Uhr geöffnet
Die Johanneskirche ist eine der größten gotischen Hallenkirchen Thüringens mit Himmelswiese und Türmerstube. Sie wurde 1380 - 1514 erbaut. Die beiden Türme erhielten 1889/90 ihre heutige Gestalt.
Aktionen:
- 10 Uhr Gottesdienst
- 11 bis 16:30 Uhr Offene Kirche
- 13 bis 16 Uhr Rundgang über den Dachboden und zum Turmstübchen
- 18 Uhr Chormusik mit dem Mädelchor Saalfeld
(9) Marienkirche Gorndorf, Ratsgasse 2a, 10 bis 12 Uhr geöffnet
Die Marienkirche wurde 1328 erstmals urkundlich erwähnt. Von der ursprünglichen mittelalterlichen Ausstattung ist der große Flügelaltar erhalten geblieben, der 1490 entstand und 1991 - 1996 grundlegend restauriert wurde.
Aktionen:
- 10 Uhr Gottesdienst
(10) Martinskapelle, Friedensstraße 62, 10 bis 17 Uhr geöffnet
Die Martinskapelle, auch Siechenkapelle genannt, wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Sie ist ein kulturhistorisch wertvolles Bauwerk und eine Stätte der stillen Andacht (Radfahrkapelle).
(11) Morassina Schaubergwerk & Heilstollen, Schwefelloch 1, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Der Altbergbau des ehemaligen Vitriolwerkes Morassina ist auf der Grundlage bergbaulicher Arbeit und dem Wirken der Natur über Jahrhunderte entstanden. Von 1683 bis 1863 wurde im Schwefel loch Alaunschiefer abgebaut, um Vitriolprodukte herzustellen.
Aktionen:
- 10:30 | 12:00 | 13:15 | 14:30 Uhr Führungen durch das Bergwerk (kostenpflichtig)
- Rost brennt, Kaffee und Kuchen
(12) Nikolauskapelle Köditz, Kapellenstraße 12, 10 bis 11 Uhr geöffnet
Die im romanischen Stil erbaute Kapelle wurde 1383 erstmals er wähnt. Im Jahr 2000 fand die letzte Sanierung statt.
Aktionen:
- 10 Uhr musikalische Andacht
(13) Oberes Tor, Obere Straße, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Das Obere Tor stammt aus dem 15. Jahrhundert und bildete den südlichen Zugang zur Stadt. Nach der bautechnischen Sanierung und der Errichtung einer Zuwegung entstand im Frühjahr 2020 eine multimediale Ausstellung, die in die Zeit der Kaufleute und Torwächter um 1600 entführt.
(14) Park und Villa Bergfried (sowie Gärtnerhaus), Bergfried 1, 11 bis 17 Uhr geöffnet
Der Schokoladenfabrikant Dr. Ernst Hüther ließ das denkmalgeschützte Bauensemble Park und Villa Bergfried zwischen 1922 und 1924 erbauen. Die Parkanlage mit Villa, Wirtschaftsgebäuden und japanischen Garten gilt als einmalig in Thüringen.
Aktionen:
- Rundgang durch die Villa
- Park-Führungen
- frei zugängliche Erlebnisausstellung im Willkommenscenter zum Gesamtensemble Park und Villa Bergfried, Saalfelder Schokoladenproduktion und zum Leben des Schokoladenfabrikanten Dr. Ernst Hüther
(15) Residenzschloss, Schloßstraße 24, 10 bis 16 Uhr geöffnet
1677 - 1710 errichtet, war das barocke Schloss 1680 - 1745 Residenz der Herzöge von Sachsen-Saalfeld. Ab 1919 begann die Umnutzung als Behördenhaus. Heute ist es Sitz des Landrates des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt.
Aktionen:
- Führungen zwischen 10 und 16 Uhr
(16) Ringlokschuppen, Am Güterbahnhof 2, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Der Ringlokschuppen in Rundbauweise mit Drehscheibe ist über 125 Jahre alt und dient zur Lokomotiveninstandhaltung. Im II. Weltkrieg wurde er erheblich zerstört und Anfang der 1970er Jahre wiedererrichtet.
Aktionen:
- Führungen nach Bedarf
- Kaffee, Kuchen, Rost brennt, Getränke
(17) Saaltor, oberhalb Saalstraße 62, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Direkt am Saaleübergang gelegen, markiert das Saaltor den niedrigsten und zugleich östlichsten Punkt der umwehrten Stadt. Das Tor war die Pforte für den Handelsweg über die Saale in den Orlagau und weiter nach Sachsen und bestand bereits im Jahr 1365, als die damals erstmals erwähnte steinerne Brücke baulich instandgesetzt wurde. Die in 2023 neueröffnete Ausstellung thematisiert die Medizin im 17. Jahrhundert, konkret die damaligen Krankheiten und Heilmethoden.
(18) Schloss Obernitz, Janusz-Korczak-Straße 1-3, 10 bis 19 Uhr geöffnet
Das Schloss Obernitz war ursprünglich eine kleine Turmhügelburg, die bereits 1152 erwähnt wurde. Nach einem Brand wurde auf Kellergewölben der Vorgängeranlage das heutige Renaissance schloss erbaut.
Aktionen:
- 10 | 13 | 15 | 17 Uhr Führungen sowie Rahmenprogramm
- Kaffee und Kuchen, Kaltgetränke
zudem
- in der Kirche Obernitz 10-17 Uhr offene Kirche und leise Orgelmusik
(19) Schneidemühle Braunsdorf, in der Braunsdorfer Werre, 12 bis 17 Uhr geöffnet
Die Schneidemühle wurde vor 1800 erbaut. Ursprünglich wurden die Stämme mit einer Handsäge geteilt, später ein einfaches Gatter eingebaut, das durch ein großes Wasserrad angetrieben wurde. Nachdem im Jahre 2000 das Wasserrecht für die Mühle endete, verkaufte der letzte Eigentümer die Mühle, die sich bis dahin in Familienbesitz befand, 2005 an die Saalfelder Höhe.
Aktionen:
- Führungen nach Bedarf
- Leckereien vom Rost und Getränke
(20) Schraubenfabrik E. Zehner, Grabaer Straße 1, 10 bis 16 Uhr geöffnet
Die Metallschraubenfabrik zeigt das klassische Fabriksystem um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. 80 Jahre wurde dort produziert, 1990 die Maschinen abgestellt und die Maschinensäle mit dem Gewirr von Treibriemen und Transmissionswellen, Drehautomaten, Schleif- und Bohrmaschinen so belassen, als hätten sie die Arbeiter nur zu einer kurzen Pause verlassen.
Aktionen:
- stündliche Führungen durch Prof. Bernhard Mai
(21) Stadtmuseum im ehem. Franziskanerkloster, Münzplatz 5, 10 bis 17 Uhr geöffnet
Das Saalfelder Stadtmuseum präsentiert mit dem ehemaligen Franziskanerkloster eines der bedeutendsten Baudenkmäler Thüringens. Faszinierendstes „Ausstellungsstück“ ist dabei das Kloster selbst mit Kirche, Kreuzgängen, Funktionsräumen und Dachstuhl aus dem 13. - 16. Jahrhundert.
Aktionen:
- Führungen in regelmäßigen Abständen
- Sonderausstellungen geöffnet: „Die Saale von der Quelle bis zur Mündung“, „Seelenwege - Kopflastig“
(22) Turmwindmühle Dittrichshütte, An der Windmühle 2, 12 bis 17 Uhr geöffnet
1865 wurde die Turmwindmühle erbaut und war bis 1954 in Betrieb. In den folgenden Jahren setzte allmählich der Verfall ein. 1972 erwarb die Gemeinde das Objekt und die Mühlenfreunde aus Braunsdorf und Dittrichshütte restaurierten die Mühle. Seit 1981 wird sie als Heimatmuseum genutzt.
Aktionen:
- Führungen nach Bedarf
- Leckereien vom Rost und Getränke
(23) Villa Weidig (ehemaliges Schützenhaus), Am Weidig 1, 11 bis 20 Uhr geöffnet
1844 vom Saalfelder Schützenverein erbaut, diente das spät klassizistische Bauwerk 100 Jahre lang als Veranstaltungsort für Kultur, Feiern, Parteien und Anlässe der Stadt. Zu DDR-Zeiten wurde es als Hort genutzt. Seit 2020 ist die Villa wieder der Öffentlichkeit als Veranstaltungsstätte und Restaurant zugänglich.
Aktionen:
- Klavierkonzerte
- Ausstellung zur Geschichte des Hauses
- warme Speisen, Kuchen und Getränke
Denkmale musikalisch erleben
„Musikalische Chorreise“ mit Cantores luvenus
- 13 Uhr Alte Post
- 14 Uhr Hutschachtel
- 15 Uhr Stadtmuseum Saalfeld
- 16:30 Uhr Getrudiskirche
Auch in diesem Jahr können sich Besucher zum Tag des offenen Denkmals bei einer Rundfahrt mit dem Oldtimerbus FLEISCHER S5 RU vorbei an historischen Bauten und geschichtsträchtigen Schauplätzen durch die Feengrottenstadt chauffieren lassen und dabei ein mobiles Denkmal hautnah erleben. Der Oldtimer, den das ortsansässige Nahverkehrsunternehmen KomBus in liebevoller Kleinarbeit aufbaute, stammt aus dem Jahr 1972, hat 41 Sitzplätze und eine Motorleistung von 190 PS. In den 1970er und 1980er Jahren setzten die Kraftverkehrsbetriebe der ehemaligen DDR Busse dieses Typs im Reiseverkehr ein. Die Rundfahrten beginnen um 13 Uhr an der Haltestelle Markt/Anker und fahren bis 16 Uhr immer zur vollen Stunde ab dieser Haltestelle. Der Fahrpreis für Erwachsene beträgt 2,20 Euro, für Kinder (vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr) 1,50 Euro.
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