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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 03.10.2025

35 Jahre Deutsche Einheit in Kulmbach begangen


„Heute ist ein Tag, der nicht im Hinterzimmer gefeiert, sondern für die Öffentlichkeit gedacht ist.“ Mit diesen Worten begrüßte heute Vormittag Thomas Nagel vom Kulmbacher Kreiskuratorium zum Tag der Deutschen Einheit am Mahnmal „Deutschland unteilbar“ in Saalfelds Partnerstadt Kulmbach.

Der Feiertag, der alljährlich an der Berliner Brücke begangen wird, diene seither "dem Brücken bauen". Nagel erörterte, dass Freiheit kein Selbstläufer sei, gerade in Zeiten, wo Kräfte versuchen zu spalten.

Dem Aufruf zum gemeinsamen Innenhalten und Reflektieren folgte in diesem Jahr auch wieder Bürgermeister Dr. Steffen Kania. In seinem Grußwort zitierte er u. a. Einheitskanzler Helmut Kohl: „Der 3. Oktober ist ein Tag der Freude, des Dankes und der Hoffnung.“ Anhand der eigenen Familiengeschichte erläuterte Dr. Kania weiter, dass sein Opa davon träumte, „die Familie ohne Einschränkungen zu besuchen, die Meinung frei zu äußern und den Glauben frei zu leben“. Er verstarb im März 1989 und konnte die Erfüllung seines Traumes nicht mehr erleben. „Demokratie ist nicht selbstverständlich, auch wenn wir sie lange als dafür gehalten haben. Mit der Deutschen Einheit haben uns mutige Frauen und Männern 1989 ein Geschenk gemacht. Die Deutsche Einheit ist Auftrag und Verpflichtung, ein Vermächtnis, für die Demokratie einzutreten. Sie ist es wert, dass wir für sie kämpfen", so Saalfelds Stadtoberhaupt.

Die Festrede hielt in diesem Jahr Michael Möschel, Geschäftsführender Gesellschafter der Verkehrsakademie-Gruppe. Er schilderte eindrucksvoll seine persönlichen Erfahrungen als Unternehmer in „West“ und „Ost“  und wie die Deutsche Einheit bis heute ganz praktisch ge- und erlebt wird. Er ging dabei auch auf gegenseitiges Verständnis und fehlende Perspektiven ein, die nicht weiter unbeachtet bleiben dürfen.

Nach der Festrede legten Landrat Klaus Peter Söllner, Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Bürgermeister Dr. Steffen Kania ein Blumengesteck am Mahnmal nieder. Die Gedenkstunde schloss mit Deutschlandlied und Europahymne.

Im Nachgang zeigte OB Lehmann seinem Saalfelder Kollegen eine kleine Kompaktausstellung in der Touristinfo Kulmbach zu „35 Jahre Deutsche Einheit“. Der kuratierende Bauhofmitarbeiter Stefan Roßband hatte sich u. a. den Fragen angenommen: Wo kommen wir her? Wie kam die Einheit zustande? Dr. Kania und Roßband verabredeten, dass die Ausstellung auch in Saalfeld gezeigt werden wird.


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