2. Schlosskonzert „Mozart in Italien“ in der Schlosskapelle und im Löwensaal
Die Thüringer Symphoniker werden dann auch von einem Italiener dirigiert: Maurizio Colasanti. Zu Beginn des 2. Schlosskonzertes ist die Sinfonia in Es-Dur von Giuseppe Ferlendis zu hören. Der italienische Komponist und gefeierte Oboist hatte wie Mozart eine Anstellung in der Hofkapelle in Salzburg. Italien spielte für den jungen Mozart eine große Rolle, schon früh fuhr die Familie auf große Konzertreisen in den Süden. „Welche Wonne, welche Lust“ tönt es aus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“. Mozart hat von sich selbst die Musik der berühmten Blonde-Arie gestohlen. Sie stammt aus seinem einzigen Oboenkonzert, das bis zur sensationellen Wiederentdeckung Mitte des 20. Jahrhunderts verschollen war. An der Oboe ist Maria Fernanda Hernández Escobar zu erleben, die seit 2017 Solooboistin der Thüringer Symphoniker ist. In Venedig wurde Ermanno Wolf-Ferrari geboren als Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter. Zeit seines Lebens fühlte er sich zwischen den beiden Kulturen hin- und hergerissen und verband in sich den tief empfundenen deutschen Ernst mit dem sonnigen, italienischen Belcanto. Etwas, das man auch in seiner in München komponierten Streicherserenade deutlich erkennen kann.
Karten für das 2. Schlosskonzert sind erhältlich an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters, auf der Website auf www.schiller-rudolstadt.de und an der Theaterkasse in der KulTourDiele, Tel. 03672 450 10 00.
Foto: Maria Fernandez
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