Ein Kunstwerk im Zusammenspiel von Licht und Farben...
Seit Mitte Oktober arbeiteten vier tiebetische Mönche aus einem Kloster in Süd-Indien an einem "Kunstwerk" im Ratskeller der Stadt Saalfeld/Saale. Jenes Mandala aus Sand, welches in akribischer Handarbeit durch die Mönche geschaffen wurde, soll Frieden; Mitgefühl und Glück symbolisieren.
Viele Interessierte, ob Groß oder Klein, fanden sich in den vergangenen Tagen im Ratskeller ein, um diese eindrucksvolle Arbeit bestaunen zu dürfen. Dabei hatten sie die Möglichkeit, Eindrücke über die beeindruckende Kultur sowie über den Glauben der Mönche zu erhalten oder einfach nur das Geschaffene auf sich wirken zu lassen.
Die Mönche sind für drei Monate nach Deutschland gekommen, um ihre Kunstwerke in verschiedenen Städten präsentieren zu können. Unterstützt wurden sie während ihres Aufenthaltes in Saalfeld u. a. durch Birigit Hansel, die die Verpflegung und Beherbergung sicherstellte, und dem Betreiber des Ratskellers, André Rose, welcher die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.
Am 24.10.2013, um 14.30 Uhr war es soweit, die Mönche hatten das Mandala fertiggestellt und begannen unter den gespannten Augen der Zuschauer - unter ihnen befand sich auch der Bürgermeister Matthias Graul - die noch ausstehende Abschlusszeremonie. Unter dichtem Gedränge starrten alle Besucher angespannt auf das eindrucksvolle Werk und fragten sich, muss dies wirklich sein, jenes zu zerstören? Die ganze Arbeit und Mühe, nur um es letztendlich wieder zu vernichten? Das Ritual von der Entstehung bis leider auch zur Vernichtung des Mandalas gehört nun einmal dazu, es symbolisiert jedes Leben welches beginnt, aber auch irgendwann einmal enden muss.
Zu Beginn der Zeremonie war es ganz still, alle waren gespannt auf das, was jetzt passieren möge. Die spirituellen Gesänge der Mönche halten durch die Räume des Ratskellers. Danach begann einer der Mönche, das Mandala Stück für Stück in ein Behältnis zu füllen um es später in unmittelbarer Nähe der Saalebrücke dem Fluss zu übergeben. All das dient dazu, um der hiesigen Stadt Glück und Segen zu bringen.
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