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Zukunft im Blick


Saalfeld plant mit Stadtentwicklungskonzept vorausschauend

„Stadtumbau versteht sich als fortschreibendes Planungsinstrument zur nachhaltigen Entwicklung der Städte und Kommunen unter Berücksichtigung sich ändernder Rahmenbedingungen.“ So heißt es im integrierten Saalfelder Stadtentwicklungskonzept (SEK), welches letztmalig 2010 fortgeschrieben wurde und die Leitbildstrategie 2020 beinhaltet.

Stadtrat, Verwaltung, Wohnungsbauunternehmen, Vereine und engagierte Bürger arbeiteten in den Jahren 2008 – 2010 einen „Kompass“ für die Stadtentwicklung bis 2020. Eine Bürgermesse lud zur Diskussion über Potenziale und zukünftige Entwicklungsschwerpunkte ein – für den Stadtkern wie für alle Stadtteile.

Insbesondere Saalfelds Wohnungsunternehmen gestalten kontinuierlich, nachhaltig und gemeinschaftlich die Stadtentwicklung nach den Erfordernissen des SEK, entwickeln Wohnraumquartiere und schaffen Wohnraum. Die Umsetzung des SEK ist besonders in den Stadtbereichen Gorndorf und Rainweg spürbar.

Für den Bereich Beulwitz -Kaserne- gibt es daher ebenso einen Strategieplan entsprechend städtebaulichem Szenario unter Berücksichtigung wohnungswirtschaftlicher Bewertung. Kategorisiert als Entwicklungsbereich und Bereich mit städtebaulichem Anpassungsbedarf befinden sich hier Wohnobjekte mit Prüfungsbedarf.

„Nach 1990 gab es einen großen Bedarf an Sozialwohnungen, dem man u. a. mit dem Einsatz von öffentlichen Mitteln gerecht wurde. Solang die Fördermittelbindung andauert, solang ist eine bauliche Entwicklung nicht möglich“, beschreibt Bürgermeister Matthias Graul „Dass ein Teil der Wohnblöcke sich nicht im Eigentum eines städtischen oder regionalen Wohnungsunternehmens befinden, behindert zusätzlich eine Entwicklung des Gebietes.“

Saalfelds Stadtoberhaupt erklärt weiter: „Die von uns beeinflussbaren Probleme in der Jugend- und Integrationspolitik hat die Stadt in den vergangenen Jahren unter erheblichem finanziellem Einsatz – teils ohne gesetzliche Verpflichtung – zu lösen versucht. Die derzeitige Haushaltslage erfordert aber, freiwillige Aufgaben zu überprüfen und unsere Partner, wie hier den Landkreis, mehr in die Verantwortung zu nehmen.“

„Die aktuelle Wohn und Lebenssituation im Wohngebiet Beulwitz-Kaserne ist weniger ein städteplanerisches Versagen als vielmehr hinterfragungswürdige Entscheidungen des Landkreises in der Asylpolitik. Bereits in der Vergangenheit wurden schlechte Erfahrungen mit der Konzentration von Flüchtlingen gemacht“ erläutert Stadtentwicklungsdezernent Wolfgang Dütthorn und macht deutlich: „Saalfelds Kapazitätsgrenze ist erreicht. Der Landkreis muss die dezentrale Unterbringung fördern und Möglichkeiten in anderen Landkreiskommunen, insbesondere den größeren, schaffen, um die entstandenen Probleme in Saalfeld zu lösen und interkulturelles Miteinander zu fördern.“


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