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Im Rückblick: Der Tag des offenen Denkmals 2014


Farbenprächtige Denkmäler

Unter dem Motto "Farbe" präsentierte sich Saalfeld mit bisher teils dem Publikum nicht zugänglichen Denkmälern. Der "Tag des offenen Denkmals" war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Die Erwartungen der Besucher und der Organisatoren wurden trotz des trüben Wetters übertroffen.

16 Denkmäler öffneten am vergangenen Sonntag ihre Pforten, um sich den interessierten Besuchern einmal anders darzubieten. Insbesondere die – nicht alltäglich – geöffneten Bauwerken, wie Park und Villa Bergfried, die Gewölbekeller der Alten Post, das Saalfelder Residenzschloss, der erstmals zugängliche ehemalige Bierkeller der Vereinsgärten am Grünhain und den im besonderen Fokus stehende Villengarten in der Kleiststraße zogen das bunt gemischte Publikum aus Nah und Fern an.

Das heutige Kinder- und  Jugendzentrum mit dem angeschlossenen Villengarten in der Kleiststraße war nicht nur erstmalig Bestandteil des Denkmalstages. Mit Gartenführungen, einer Ausstellung zum Thema Farbe und einem lockeren Kinderprogramm wurde jedem ermöglicht, auf seine Weise die Anlage kennenzulernen. Nicht zuletzt war der Villengarten Ausgangspunkt der Street-Art- und Graffiti-Tour, welche zur selbstständigen Erkundungstour animierte. Die Saalfelder Vocalisten gaben zur besten Kaffeezeit im Innenhof des Villengartens ihr Stelldichein im Rahmen der "Kleinen Chorreise".

Der ehemaligen Bierkeller der Vereinsgärten am Grünhain entführte – ebenfalls zum ersten Mal – die Besucher zum Tag des offenen Denkmals in die mindestens 200 Jahre alte Geschichte unter Tage. Mit einem Bierstand der Saalfelder Brauerei und der Fachkompetenz des Braumeisters ausgestattet, machte der ehemalige Bierkeller seinem Namen alle Ehre. Zudem besangen mit einem Kurzauftritt die Saalfelder Vocalisten Hopfen und Malz.

Die Saalfelder Kirchen und Kapellen luden zu Gottesdiensten, Andachten und Führungen ein. Die Aufenthalte in den Gotteshäusern wurden vielfach zu tiefsinnigen Gesprächen und zum Fachsimpeln genutzt. In der Johanneskirche predigte Regionalbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt im Rahmen der Predigtreihe "Reformation und Politik". Brigitte Gmach, Künstlerin aus Österreich begeistert und Anverwandte  Caspar Aquilas, erzählte Geschichten im Türmerstübchen zu "Jakob auf der Himmelsleiter – Aus dem Tagebuch einer Türmerin von heute".

Als Naturdenkmal konnte der Bohlen selbstständig erkundet werden und gewährte seinen Betrachtern einen tiefen Einblick in die Kollision zweier Kontinente vor circa 330 Millionen Jahren.

Abgerundet wurde der Tag des offenen Denkmals mit Führungen im Hopfengartenstollen am Waldhotel Mellestollen. Hier waren zur Mittagszeit die ersten Besichtigungen im Gange. Die Begehung des Darrtores, welche durch Ehrenamtliche Helfer der Caritas ermöglicht wurde, ist bereits seit Jahren begehrter wiederkehrender Bestandteil des Denkmalstages. Das Stadtmuseum öffnete ebenso seine Tür und lud u. a. zur Sonderausstellung: "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert."


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