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"Wenn man das Ziel nicht kennt, ist kein Weg der richtige."


Bilanz und Ausblick zum Neujahrsempfang des Städtedreiecks 2015

Am 9. Januar fand der inzwischen siebente gemeinsame Neujahrsempfang der Dreiklang-Städte Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Bad Blankenburg in der Stadthalle Bad Blankenburg statt. Mehrere hundert Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Handel, demkulturellen und sozialen Ehrenamt sowie von Vereinen und Verbänden waren in die Lavendelstadt gekommen, um zu hören, was die drei Bürgermeister und vor allem die diesjährige Festrednerin Prof. Dr. Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und jetztige Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläums 2017, an guten Wünschen für das neue Jahr 2015 im Gepäck hatten.

Kulturell umrahmt wurde die Festveranstaltung traditionell von den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt, dieses Mal ergänzt von den hervorragenden musikalischen Beiträgen der Chöre an der Saalfelder Johanneskirche - Thüringer Sängerknaben und Mädelchor Saalfeld. Dem Neujahrsempfang vorangegangen war ein Pressegespräch, in der die Stadtoberhäupter gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, die den Städteverbund seit seiner Gründung fachlich begleitet, zu den Projekten des Jahres 2014 Bilanz zogen.

Nachdem der Saalfelder Bürgermeister Matthias Graul die Vertreter der überregionalen Politik sowie die zahlreichen Gäste aus dem Städtedreieck begrüßt hatte, warb Margot Käßmann in ihrer temperamentvollen Festrede für das weltweit bedeutsame Reformationsjubiläum 2017. Erwartungsgemäß waren von ihr auch kirchen- und gesellschaftskritische Töne zu hören – unter anderem mehrfach die Botschaft: "Du darfst und sollst kritisch denken!"

Die Neujahrsrede des Rudolstädter Bürgermeisters und diesjährigem Vorsitzenden im Rat der Bürgermeister des Städtedreiecks Jörg Reichl beinhaltete nicht nur einen Rückblick auf ein im Landkreis und in den drei Städten erfolgreich verlaufenes, wirtschaftlich stabiles Jahr 2014. Er ging, neben den guten Wünschen für 2015, ebenso auf aktuelle politische Ereignisse ein und erinnerte an die Folgen von Wirtschafts- und Finanzkrisen in unserer globalisierten Welt, von großen Naturkatastrophen, religiösen Konflikten, blutigen Bürgerkriegen und terroristischen Anschlägen. Das dadurch verursachte Leid der Menschen bekomme mit den zunehmenden Flüchtlingsströmen nun auch Deutschland mehr und mehr zu spüren.

"Lassen Sie uns bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen gemeinsam nach Lösungen suchen und das Machbare in die Tat umsetzen", so Reichl. Dazu gehöre allerdings auch, dass man die Sorgen und Ängste der einheimischen Bevölkerung ernst nehme, mit Ihnen ins Gespräch komme und Aufklärung betreibe.

Zum Abschluss seiner Rede und bevor der offizielle Teil des Festakts mit der Nationalhymne endete, bedankte sich Reichl bei allen, die sich um das weitere Zusammenwachsen und Gedeihen des Städteverbundes verdient gemacht und aktiv eingebracht haben.


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