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Saalfelds ökologischer Fußabtritt verkleinern


Auftaktveranstaltung des Projekts „Global Nachhaltige Kommune Thüringen“ - erstes Netzwerktreffen in Erfurt

Der Verein Zukunftsfähiges Thüringen lud Ende Februar 2017 in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt zum ersten Netzwerktreffen der Teilnehmerkommunen ein. Die öffentliche Auftaktveranstaltung fand mit über 60 Personen im Erfurter Rathaus statt.

Ziel des Projekts Global Nachhaltige Kommune ist die vertiefte Begleitung von Thüringer Kommunen bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitsstrategien im Sinne der Agenda 2030 bis Ende 2018. Die Begleitung der Kommunen wird durch den Verein Zukunftsfähiges Thüringen in Kooperation mit der SKEW geleistet. Transferpartner ist die LAG 21 NRW, die das Projekt derzeit in 15 NRW Kommunen durchführt.

Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 hatten Thüringer Kommunen die Möglichkeit, sich zur Teilnahme am Projekt zu bewerben. Folgende Kommunen wurden durch den Projektbeirat ausgewählt:

  • Landeshauptstadt Erfurt
  • Stadt Jena
  • Stadt Nordhausen
  • Stadt Saalfeld/ Saale
  • Stadt Arnstadt
  • Stadt Schmölln zusammen mit Stadt Gößnitz
  • Bad Köstritz zusammen mit der Gemeinde Crossen

Aufgrund der aktuell in Thüringen laufenden Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform kam es auch zu besonderen Konstellationen, bei denen gemeinsame Bewerbungen von zwei Kommunen eingereicht wurden. Die Reform, die mit Zusammenschlüssen von Städten, Gemeinden und Kreisen verbunden ist, ist zugleich eine große Herausforderung für das „grüne Herz“ Deutschlands. Vor diesem Hintergrund ist es besonders erfreulich, dass die ausgewählten Kommunen dieses Zeitfenster nutzen und mit der Reform zugleich das Thema Nachhaltigkeit und globale Verantwortung im Sinne der Agenda 2030 in der Verwaltung verankern wollen. Fast alle Teilnehmerkommunen haben mit Ihrem Stadtratsbeschluss zur Projektteilnahme auch die Resolution des Deutschen Städtetags zur Umsetzung der Agenda 2030 unterschrieben bzw. streben dies noch an.

Die Veranstaltung wurde durch die Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Erfurt, Kathrin Hoyer, eröffnet. Sie ging insbesondere auf die große Herausforderung der Agenda 2030 und die Rolle der Kommunen ein, in denen die SDGs letztlich auch umgesetzt werden. Gerade Erfurt kann eine breite Vielfalt an Aktivitäten vorweisen, von Städtepartnerschaften bis hin zum fairen Adventsmarkt. Eine übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie sei, so Kathrin Hoyer, zwar eine komplexe Aufgabe, jedoch sei eine Bündelung der vielen laufenden und geplanten Aktivitäten in einer Strategie sehr sinnvoll und von erheblichem Nutzen für die Landeshauptstadt.

Im weiteren Verlauf hatten alle Kommunen die Möglichkeit, ihre Motivation zur Teilnahme am Projekt Global Nachhaltige Kommune Thüringen sowie ihre bisherigen Aktivitäten im Bereich Nachhaltige Entwicklung vorzustellen. Übereinstimmend stellten alle dar, dass eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie ein wichtiges Steuerungsinstrument ist und darüber hinaus die Möglichkeit eröffnet, die vorhandenen kommunalen Aktivitäten mit der Agenda 2030 in Einklang zu bringen.

Saalfelds Marketingleiter Christopher Mielke, zugleich Projektkoordinator, strich gemeinsam mit Hanka Giller, Amt für Jugendarbeit Sport Soziales, Saalfelds Motivation zur Projektteilnahme vor. Unter der Rubrik „Was gelingt bei uns schon gut?“ erörterte Giller Beteiligungsprozesse (Kinder- und Jugendausschuss, Zukunftsstadt), Bildungsmaßnahmen u. a. zu Medien und Demokratie, Städtepartnerschaft Saalfeld-Samaipata und die Vernetzung lokaler Partner. Mielke beschwor hinsichtlich der Motivation an der Projektteilnahme fünf Punkte: 1. Implementierung der Nachhaltigkeit bei Fortschreibung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sowie im alltäglichen Verwaltungshandeln, 2. Umsetzung der Vision 2030+: „Saalfeld als StadtLand“, 3. Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft Saalfeld-Samaipata, 4. die Veränderungsprozesse der Gebietsreform nachhaltig gestalten (Symbiose aus Stadt und ländlicher Raum) und 5. Impuls für neues Image: „EinSaalfeld“.

Der öffentliche Teil wurde mit einer Podiumsdiskussion abgerundet, bei der Vertreter aus dem Thüringer Ministerium für Umwelt Energie und Naturschutz, dem Thüringer Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung, dem Thüringer Bürgermeisterdialog zur Nachhaltigen Kommunalentwicklung in Thüringen sowie dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen die Fortschreibung der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie diskutierten. Hier soll im Sommer 2017 bereits ein erster Entwurf vorliegen, der dann in weiteren Schritten abgestimmt wird. Besonders diskutiert wurde die Frage, wie die Kommunen und die vielen verschiedenen Akteursgruppen in die Fortschreibung der Strategie eingebunden werden können und wie eine Verknüpfung der Aktivitäten von Land und Kommunen erfolgen kann.


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Ansprechpartner

Christopher Mielke

  03671 598-203     Email schreiben...
Daniela Jahn
03671 598-205     Email schreiben...