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Andenken, Mahnung und Aufforderung


Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik Deutschland seit mehr als 20 Jahren der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. In Erinnerung an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden, legte die Stadt Saalfeld/Saale im Auftrag von Bürgermeister Matthias Graul ein Blumengebinde auf dem Hauptfriedhof nieder.

Der zentrale Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 mittels Proklamation durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ins Leben gerufen. Die bewusste Festlegung auf den 27. Januar erfolgte in Erinnerung an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945. „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“, mahnte Herzog in seiner Proklamation.

Herzogs Gedanken für eine demokratische und tolerante Gemeinschaft verfolgt Saalfeld nachhaltig mit der Saalfelder Erklärung „Für Toleranz und Zivilcourage- gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ und der damit verbundenen Kultur des Miteinanders.

„Die Stadt verfolgt seit Jahren das Ziel, mit Bildung und Schaffen von Multiplikatoren in allen gesellschaftlichen Bereichen - vorrangig im Jugend- und Schulbereich - Vielfalt zu fördern und gegen Vorurteile, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus einzutreten“, erklärt Bürgermeister Graul und schließt an: „Der Zentrale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ist Andenken, Mahnung und Aufforderung gleichermaßen.“

Zum Gedenktag haben Saalfelderinnen und Saalfelder wieder die Möglichkeit, am Samstag, 27. Januar 2018, um 11:00 Uhr in Rudolstadt am Mahnmal auf dem Platz der Opfer des Faschismus an einer öffentlichen Kundgebung teilzunehmen.


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Ansprechpartner

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