Gemeinschaft der Schaugrotten
Schmiedefeld wird in die Feengrottenstadt eingegliedert
Mitte März war wieder die Zeit für historische Unterschriften in der Feengrottenstadt. Vor dem Ereignis im ehrwürdigen Stadtmuseum im ehemaligen Franziskanerkloster hatten Schmiedefelds und Saalfelds Kommunalparlamente der Eingliederung der Gemeinde Schmiedefeld in das Saalfelder Stadtgebiet einstimmig bzw. mit großer Mehrheit zugestimmt.
Im Beisein von Stadt- und Gemeindegeräten und umrahmt von feierlicher Blasmusik der Saalfelder Musikschule unterzeichneten Saalfelds Stadtoberhaupt Matthias Graul und Schmiedefelds ehrenamtlicher Bürgermeister Ullrich Körner den elfseitigen Eingliederungsvertrag. Damit würde – vorbehaltlich der gesetzmäßigen Verankerung durch den Thüringer Landtag – das knapp 1 000 Einwohner zählende Schmiedefeld ab 2019 ein Ortsteil der Kreisstadt.
Die Gemeinden Saalfelder Höhe, Reichmannsdorf und Wittgendorf waren diesen Schritt schon ein Jahr vorher gegangen. Viel Zeit blieb aber auch nicht mehr, da die Frist für freiwillige Neugliederungen im Zuge der Gemeindegebietsreform in Thüringen zum 31. März endete.
„Was lange währt, wird endlich gut. Es war ein langer Weg bis zum Abschluss dieses Vertrages. Wir nahmen viele Termine in Erfurt gemeinsam wahr, um eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Trotz aller Steine ist das Ergebnis die Mühe wert gewesen. Die halbe Miete haben wir jetzt und zudem einen guten Zwischenpunkt eines langen Weges erreicht“, resümierte Bürgermeister Graul erleichtert. Nicht unerwähnt ließ Graul, dass das Stadtgebiet, sofern den Wünschen aller regionalen Akteure Rechnung getragen werde, dann bis an die künftige Landkreisgrenze gehe. „Das Zusammenwachsen muss nun organisiert, das Gespür füreinander entwickelt und die ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortgesetzt werden“, schlussfolgerte Matthias Graul. Der Schmiedefelder Eingliederungsprozess war insbesondere durch den Saalfelder Stadtrat kritisch begleitet worden.
„Investitionsstau und Schuldenberg sind zwar große Hausnummern, dennoch ist Schmiedefeld ein guter Partner. Die Fehlbeträge wurden sukzessive abgebaut und die Weichen für die Zukunft gestellt. Unsere gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt. Ich danke ausdrücklich der Saalfelder Stadtverwaltung, besonders den Herren Blech und Gebuhr, für Rat und Tat in den vergangenen Monaten“, erörtere Ullrich Körner in seinen Grußworten und fügte beschließend hinzu: „Bürgermeister Graul stand ohne Wenn und Aber immer für eine Eingemeindung Schmiedefelds nach Saalfeld. Die Saalfelder können stolz auf ihren Bürgermeister sein. Schmiedefeld ist eine Reise wert und passt gut zu Saalfeld.“
zurück zur Liste
