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Baum der Hoffnung gepflanzt


Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania stattete seinem Leutenberger Amtskollegen Robert Geheeb einen Besuch ab. Während des Besuchs wurde von Vertretern der Opferorganisation "Weißer Ring" der elfte Thüringer Baum der Hoffnung gepflanzt.

Petra Kubis vom Thüringer Landesbüro der Opferorganisation "Weißer Ring" sprach von einer Aktion mit hoher Symbolkraft. Genau wie der frisch gepflanzte Baum, solle die Hoffnung tiefe Wurzeln schlagen. Der "Weiße Ring" kümmert sich um die Betreuung von Kriminalitätsopfern, die auch oft viele Jahre nach ihren traumatischen Erlebnissen immer noch unter den Erfahrungen leiden. In diesem Jahr feiert die Opferorganisation ihr 25-jähriges Bestehen in Thüringen. "Trotz dieser langen Zeit, ist unsere Arbeit kaum bekannt. Auch darauf wollen mit der Aktion aufmerksam machen", sagte Kubis.

Die junge Wassererle im Leutenberger Stadtgebiet ist der insgesamt elfte "Baum der Hoffnung", den der "Weiße Ring" bereits in Thüringen gepflanzt hat. Allerdings der erste im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Um so wichtiger sei daher das Zeichen an die Bevölkerung, wie Leutenbergs Bürgermeister Robert Geheeb betonte: "Die Aktion ist wichtig, um ins Bewusstsein zu rufen, dass Gewaltprävention nicht ins Hintertreffen gerät."

Anwesend zu der Pflanzaktion war auch Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania, der noch einmal auf die besondere Belastung von Kriminalitätsopfern hinwies: "Manchmal hat man das Gefühl, dass der Täterschutz wichtiger ist als der Opferschutz." Die Täter würden nach ihrer Zeit im Gefängnis entlassen, die Opfer müssten aber oft Jahre lang mit den Folgen der Tat leben. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass sich die Ehrenamtlichen des "Weißen Rings" um die Betreuung der Opfer kümmerten.

Beteiligt an der Aktion waren auch die beiden Außenstellenleiter des "Weißen Rings" im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Jörg Doberenz und im Landkreis Saale-Orla Virginie Wolfram, die auf die Arbeit der Organisation vor Ort verwiesen. 


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