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Saalfelder Wirtschaft in der Diskussion


Saalfeld. Am Donnerstag stand die letzte Runde des Saalfelder Dialogs auf dem Programm, zu dem Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania geladen. Im kleinen Saal des Meininger Hofes hatten sich mehr als 90 Vertreter aus der lokalen Wirtschaft und interessierte Bürger zum Dialog unter dem Motto „Wirtschaft und Stadt im Dialog“ eingefunden.

„Es ist wichtig, dass die Bürger mit der Wirtschaft ins Gespräch kommen, um hier eine Verzahnung herzustellen“, sagte Dr. Kania. In diesem Zusammenhang betonte er zudem die Bedeutung der Saalfelder Wirtschaft. Immerhin stamme ein Viertel des städtischen Haushaltes von 35 Millionen aus der Gewerbesteuer und damit direkt von den Unternehmen. Und kein Verein könne heute noch ohne die Unterstützung von Firmen auskommen. „Nicht zuletzt schaffen die Firmen auch die Arbeitsplätze, die wir brauchen, um die Menschen in unserer Stadt zu halten“, fügte der Bürgermeister an.

Damit war der Rahmen des Abends gesetzt. So standen zunächst die Impulsvorträge aus den Reihen der Saalfelder Wirtschaft und der Stadt auf dem Programm. Hier wurden zahlreiche neue Projekte vorgestellt. Uwe Neumann, Leiter des Saalfelder Tiefbauamtes, stellte die Pläne für den Ausbau der Rudolstädter Straße vor. So sind für den Kreuzungsbereich Marktkauf und Beulwitzer Straße die Errichtung von Kreisverkehren vorgesehen, um den Verkehrsfluss in der Rudolstädter Straße zu verbessern. „Dabei handelt es sich um eines der ambitioniertesten und größten Bauprojekte der Stadt in den vergangenen Jahren“, sagte Neumann.

Für die Firma Convertflex stellte Christian Hiemer als Assistent der Geschäftsleitung den Neubau des Folienherstellers am Saalfelder Bahnbogen vor. So plane das Unternehmen in Zukunft mit 35 Mitarbeitern bis zu 5000 Tonnen Folien in Saalfeld zu produzieren. „In diesem Rahmen planen wir im Augenblick mit Investitionen von 500.000 bis 750.000 Euro pro Mitarbeiter“, fasste Hiemer das Engagement der Firma in Saalfeld zusammen.

Große Ereignisse werfen auch im ehemaligen Inko-Kaufhaus ihre Schatten voraus. Hier stellte Jörg Flügge, Geschäftsführer der Batix Software GmbH den geplanten Umbau des Gebäudes vor. „Wir haben uns bewusst gegen einen Bau auf der Grünen Wiese entschieden“, erklärte Flügge. Immerhin sei das in den 30er Jahren errichtete Gebäude Teil der Stadtgeschichte und sollte auch als solches erhalten werden. „Das Kaufhaus ist ein Teil der steinernen Chronik Saalfelds“, ergänzte Flügge. Der historische Bau solle beim Umbau mit einem modernen Gebäudekomplex verbunden werden, der Platz für 40 Mitarbeiter bieten soll.

In der anschließenden Diskussion rückten vor allem zwei Themen in den Fokus – Infrastruktur und Breitbandausbau. Zum Thema des Ausbaus der Bundesstraßen 88 und 281 informierte Stephan Saalfeld vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr. So erklärte er, dass etwa der Ausbau zwischen Schwarza und Saalfeld oberste Priorität habe. „Hier laufen im Augenblick die Vorplanungen“, sagte Saalfeld. So werde zur Zeit noch geprüft, ob der Ausbau drei- oder vierspurig erfolgen werde. Konkret werde es zudem auch beim Ausbau der B281 im Bereich Könitz. Hier laufe das Planfeststellungsverfahren.

Zum Bereich des Breitbandausbaus konnte Cordelius Ilgmann, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik im Thüringer Wirtschaftsministerium Auskunft geben. Er betonte, dass der Freistaat flächendeckend im Breitbandausbau des Bundes vorgesehen sei.

Zum Abschluss des Diskussionsabends drückte Bürgermeister Dr. Steffen Kania noch einmal seinen Dank für die rege Beteiligung an der ersten Dialogwoche aus. „Die Resonanz war so groß, dass wir das Format auch im kommenden Jahr wiederholen wollen“, erklärte Dr. Kania.

Der Termin für die zweite Saalfelder Dialogwoche wird die Zeit vom 9. bis 12. September sein. 2019 werden zudem alle Veranstaltungen im Meininger Hof stattfinden.


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