Schauschleudern im Schlosspark wird zum Erlebnis
Saalfeld. Welche Bedeutung Bienen für den Menschen haben, sollte eigentlich jedem bewusst sein. Dennoch ließ es sich Ralf Kunz, Vorsitzender des Imkervereins Saalfeld 1903 nicht nehmen, noch einmal konkrete Beispiele zu nennen: „Ohne die Biene gebe es keine Gurken, Äpfel oder Kirschen. Getreide hätten wir noch.“ Besonders anschaulich brachte der Imker den Kindern der Saalfelder Grundschulen „Caspar-Aquila“ und „Marco-Polo“, sowie den Jüngsten des Fröbel-Kindergartens aus Bad Blankenburg bei, welche Bedeutung Bienen für den Menschen und die Umwelt im Besonderen haben.
Dafür wählte der Imkerverein einen besonderen Ort. Anhand der beiden Schaubienenvölker im Saalfelder Schlosspark, die sich bereits seit mehreren Jahren in der Patenschaft des Saalfelder Bürgermeisters und des Landrates des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt befinden.
„Wir zeigen den Kindern, wie der Honig entsteht und was getan werden muss, damit er am Ende auf unser Brötchen kommt“, fasste Kunz zusammen. So entnahmen die Imker vor den Augen der knapp 100 Mädchen und Jungen die vollen Waben aus den Schaubienenvölkern, um die Waben im Anschluss in einer eigens mitgebrachten Zentrifuge zu schleudern. Auf diese verstünden die Kinder am besten, was zur Imkerei gehöre, sagte Kunz.
Ein Gewinn auch für die Schulen, wie Martina Oder, Schulleiterin der Aquila-Schule betonte. So biete sich das Schauschleudern einfach an, um die Theorie im Unterricht mit der Praxis zu verbinden. Dabei sei die Schule auch grundsätzlich aktiv im Bienenschutz, wie Oder anfügt: „Wir haben zum Beispiel mit den Schülern Blühbeete für die Bienen angelegt.“
Auch Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Imker. Er lobte den Einsatz des Imkervereins für den Erhalt dieser Jahrhunderte alten Tradition und brachte seine Freude zum Ausdruck, mit seiner Patenschaft für eines der Bienenvölker einen Teil dazu beitragen zu können.
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