Vorstellung des Planungsentwurfs zum Saalfelder Dürerpark
Die Stadt ist mit Unterstützung des Weimarer Büros Ihle dabei, den Dürerpark neu zu gestalten. Im Vorfeld des nächsten Bau- und Wirtschaftsausschusses am 3. Juli 2019 erfolgt um 15 Uhr die Vorstellung des aktuellen Planungsentwurfs im großen Saal des Bürger- und Behördenhauses (Markt 6).
Mit der Auftaktveranstaltung im Stadtmuseum am 29. Oktober 2018 und intensiven Anliegerbefragungen im Anschluss erfolgte eine umfangreiche Bürgerbeteiligung für diesen wichtigen Saalfelder Grünzug. Die Planungsaufgabe besteht im Wesentlichen in der funktionalen Aufwertung des Grünzuges am Altstadtrand und der Einordnung einer modernen, kostengünstigen und gut gestalteten Wasserspielstation. Daneben werden Blickbeziehungen und die Verbesserung des Gehölzbestandes erreicht.
Hintergrund
Die Stadt Saalfeld/Saale will ab dem Jahr 2018 und in den folgenden Jahren die Erneuerung der Parkanlagen und die Gestaltung der öffentlichen Freiräume planmäßig vorantreiben. Dafür ist die Stadt in das Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ mit der Maßnahme „Historische Altstadt“ aufgenommen worden. Ein Freiflächenentwicklungsplan wird die Grundzüge für die Gesamtstadt festlegen.
Ein erster wesentlicher Baustein nimmt die Neugestaltung des Grünzugs „Dürerpark“ entlang der historischen Stadtmauer ein. Für die planerische Bearbeitung ist in einem Bewerbungsverfahren ein Büro beauftragt worden. Dieses Büro präsentiert nun erste Vorentwürfe. Neben der Information sind Saalfelderinnen und Saalfelder eingeladen, ihre Meinungen vorzutragen und so an den Entscheidungen des Stadtrates mitzuwirken.
Beschreibung des Planungsgebietes
Der Dürerpark ist ca. 100 m lang und ca. 30 m breit und liegt am südwestlichen Altstadtrand zwischen Oberen Tor und Münzplatz im Bereich des ehemaligen Wallgrabens. Um 1900 wurde der Grabenbereich aufgefüllt und gärtnerisch genutzt. Der Dürerpark wurde erstmalig um 1935 und dann im Jahre 1974 mit dem Springbrunnen als öffentliche Grünanlage gestaltet. Das zu planende Gebiet umfasst insgesamt ca. 7 000m². Einige Bereiche (Spielplatz, Hauptweg, Bäume) sind als gegeben zu belassen.
Bestandseinschätzung
Besonders dominant ist der Aufenthaltsbereich mit Springbrunnen, welcher sich aber in einem maroden Zustand befindet. Im gesamten Park ist ein ungeordneter Gehölzbestand vornehmlich an den Rändern vorhanden. In der Mitte erstreckt sich eine zusammenhängende Wiesenfläche. In einem mit Gehölzen abgetrennten Bereich im Süden befindet sich ein beliebter Spielplatz aus dem Jahr 2010. Im Nahbereich schließt sich der Aufenthaltsbereich vor dem Stadtmuseum an. Eine ÖPNV- Haltestelle liegt in Sichtweite an der Dürerstraße. Die privaten Anlieger an der Stadtmauer haben verschiedene Zugangsrechte vom Park, so dass hier kleine Trampelpfade entstanden sind. Die Erlebbarkeit der Stadtmauer ist durch dichten Gehölzbestand eingeschränkt. Die Gesamtsituation wirkt unentschieden mit wenig Erlebnischarakter.
Planerische Zielstellung
- Durchgängig erlebbare Grünanlage zum Verweilen und Spielen,
- Verbesserung der Freiraumsituation,
- Einordnung einer modernen, kostengünstigen und gut gestalteten Wasserspielstation,
- Verbesserung der Stadteingangssituation,
- Aufwertung des Altstadtrandes,
- Klärung der Abgrenzung zur Dürerstraße,
- Wiederherstellung von Blickbeziehungen (Türme, Parkachse längs zur Mauer),
- Stärkung der ökologischen Potentiale des städtischen Grünringes um die „Steinerne Chronik“ unter Einbeziehung des vorhandenen Baumbestandes,
- Erhaltung einer zusammenhängende Rasenfläche für Veranstaltungen,
- Barrierefreiheit,
- Eine Beteiligung und Mitwirkung von Bürgern und besonders Kinder- und Jugendlichen kann in bestimmten Phasen sinnvoll sein und muss beachtet werden,
- Eine mögliche Ausrichtung einer Landesgartenschau ist zu berücksichtigen.
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