Umbau der Fußgängerzone in Saalfeld
Die „gute Stube“ Saalfelds, Blankenburger Straße und Kirchplatz, soll umgestaltet werden. Zu den Planungsleistungen der Flächengestaltung gab es eine europaweite Ausschreibung, bei der das Planungsbüro Planorama aus Berlin den Zuschlag erhielt.
Saalfeld. Am Dienstag, den 6. Oktober verkündete Dr. Kania, Bürgermeister der Stadt Saalfeld/Saale, die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Umgestaltung der hiesigen Fußgängerzone.
Vor Beginn der Planung trafen sich zu einem Vor-Ort-Termin am 3. September 2020 knapp 40 Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeiter des Planungsbüros, Verwaltungsmitarbeiter und Stadtratsmitglieder. Die dort zur Sprache gebrachten Anliegen flossen ebenso in die Auswertung ein, wie auch ein Fragebogen, welcher in digitaler und analoger Form zur Verfügung stand und an Anwohner, Eigentümer und Gewerbetreibende, sowie an den Seniorenbeirat und den Kinder- und Jugendausschuss im Vorfeld versandt wurde.
Ursprünglich war ein Ideenwettbewerb geplant, allerdings hätte dort eine Expertenjury entschieden, welche Variante schlussendlich ausgewählt würde. Im Nachhinein ist Dr. Kania zuversichtlich, dass die Bürgerumfrage eine bessere Entscheidung gewesen ist. Dadurch sei möglich gewesen, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen.
Insgesamt erreichte die Stadt Saalfeld/Saale viel Feedback, das sich in rund 300 eingereichten, teils sehr umfangreichen Fragebögen ausdrückte. Durch die Äußerungen wurde klar, dass die Saalfelderinnen und Saalfelder sich beteiligen wollen und die Fußgängerzone ein sehr wichtiges Thema für die Stadtgesellschaft ist. Der Bogen fragte zur statistischen Auswertung persönliche Merkmale ab, sowie zentral natürlich die Änderungswünsche für das Areal der Fußgängerzone. Bei der Auswertung wurden zunächst alle Aussagen registriert und diese anschließend zu 52 zentralen Anliegen zusammengefasst. Im letzten Schritt wurden diesen dann die Einzelaussagen zugewiesen.
Das zentrale Anliegen der Bürger lässt sich leicht zusammenfassen; sie wollen die Fußgängerzone mit einer gewissen Aufenthaltsqualität beibehalten (Begrünung und Sitzmobiliar ausbauen und erhalten, und eine neue Oberfläche).
Einen Reibungspunkt stellen jedoch die Parkplätze auf dem Kirchplatz dar. Drei unterschiedliche Varianten befinden sich in der oberen Hälfte der Auswertung, gleichbedeutend mit häufigen Nennungen. Einige äußern den Wunsch, den Kirchplatz autofrei zu gestalten, andere wollen Kurzzeitparkplätze beibehalten und wiederrum andere sind dafür, dass nur Anwohner, Gewerbe und Notfälle den Kirchplatz befahren und dort parken dürfen.
Nun werden die Ergebnisse an das Berliner Planungsbüro weitergeleitet, das verschiedene Entwürfe ausarbeitet, in welche möglichst viele Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger einfließen sollen. Die Entwürfe werden in einer weiteren öffentlichen Veranstaltung den Saalfelderinnen und Saalfeldern präsentiert, um erneut deren Feedback einzuholen. Voraussichtlich soll es dann in circa. 1,5 Jahren mit dem Bau losgehen. Dabei würde der Kirchplatz zuerst umgestaltet, anschließend die Blankenburger Straße
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