Saalfelder Stadtmuseum zieht Bilanz
Mit der Vorstellung des Weihnachtsbüchleins 2020, der neuen Altarbroschüre und dem Hulbi-Buch für die Saalfelder Grundschulen erhielt auch die Saalfelder Tafel eine Spende in Höhe von 150 Euro
Saalfeld. Was normalerweise ein gesellschaftlicher Anlass im Saalfelder Stadtmuseum mit einem vollem Saal ist, fiel in diesem Jahr, wie könnte es anders sein, coronabedingt etwas kleiner aus. Zur traditionellen Präsentation des Saalfelder Weihnachtsbüchleins hatte sich in diesem Jahr nur ein kleiner Kreis zusammengefunden. Nichts desto trotz hielt das Stadtmuseum an der Tradition des Weihnachtsbüchleins fest. „Inzwischen liegt der 117. Jahrgang dieser traditionsreichen Schriftreihe vor“, erklärte Dirk Henning, Direktor des Stadtmuseums zur Vorstellung.
Der thematische Schwerpunkt des Weihnachtsbüchleins liege in diesem Jahr auf Aspekten der Saalfelder Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts, wie der Biografie eines ehemaligen Bürgermeisters der Stadt oder dem „Bratwurstkrieg“ von 1924. „Unterstützt wurde die Herausgabe des Büchleins durch die Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, den Rotary Club sowie den Geschichts- und Museumsverein“, erklärte der Museumsdirektor.
Wie es seit mehreren Jahren zur Tradition wird auch 2020 wieder eine obligatorische Spende aus den Verkaufserlösen des Weihnachtsbüchleins zu wohltätigen Zwecken vergeben. Über 150 Euro durfte sich in diesem Jahr die Saalfelder Tafel freuen. Gerade in dieser schweren Zeit sei es ein wichtiges Signal Einrichtungen zu unterstützen, die sich für ärmere Menschen einsetzen, erklärte Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania zur Spendenübergabe.
Neben der Vorstellung des Weihnachtsbüchleins stand auch der Jahresbericht des Stadtmuseums für 2020 auf dem Programm. So berichtete Dr. Henning von der erfolgreichen Bekämpfung des Holzwurmbefalls in der Naturkundlichen Sammlung „Emil Weiske“, dem erfolgreichen Abschluss des Ankaufs des Oberpreilipper Annenaltares und dem Bildband zur 100-jährigen Geschichte Saalfelder Vereine, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Darüber hinaus stand nicht nur das Weihnachtsbüchlein, sondern auch die neue Altarbroschüre und das neue Hulbi-Buch im Fokus des Termins. Das Hulbi-Buch wird kostenlos an alle Saalfelder Grundschulen verteilt und bietet für die Schulen einen interessanten Streifzug durch Saalfeld. „Wir freuen uns, dass wir uns an dem Projekt beteiligen konnten. Und dass es vor allem den Bereich der Jugendpartizipation aufnimmt und damit zeigt, wie sich Kinder und Jugendliche in Saalfeld aktiv in das politische und gesellschaftliche Leben einbringen können“, erklärte Sebastian Heuchel von der Partnerschaften für Demokratie, die den Druck des „Hulbis“ in diesem Jahr finanzieren.
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