Equal Pay Day in Saalfeld/Saale
„In Deutschland beträgt die Lücke zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhnen von Frauen und Männern derzeit 18 Prozent“, berichtet Saalfelds Gleichstellungsbeauftragte Isrid Müller. So werden bei einzelnen freien Trägern soziale Berufe, sei es in der Pflege von Älteren oder Betreuung von Kindern, immer noch nach Haustarifen bezahlt. Schlecht bezahlt sind auch Dienstleistungsberufe im Bereich Friseur, Kosmetik oder Reinigung, in denen vorwiegend Frauen zu finden sind. Aber auch unbezahlte Sorgearbeit wie Hausarbeit, Kinder betreuen, Ältere pflegen wird hauptsächlich von Frauen geleistet. In den Zeiten der Corona-Pandemie verstärken sich die Ungleichheiten noch, da überwiegend Frauen zu Hause bleiben, um zu Betreuen und zu Pflegen.
„Die Politik drängt Frauen, die Erwerbsarbeit zu erweitern, dagegen waren Erwerbstätigkeit der Männer und ihr Recht auf Sorgearbeit kaum ihr Ziel. Entsprechend muss Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Partnern neu verteilt werden mit Blick auf das Familieneinkommen. Hier muss ein Umdenken stattfinden“, so Isrid Müller.
Im Bild: Saalfelds Gleichstellungsbeauftragte Isrid Müller (l.) und ihre Stellvertreterin Silvia Bauer zum Equal Pay Day in Saalfeld.
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