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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 09.07.2021

Bauhütte eröffnet in der Beulwitzer Straße


Die Quartiersentwicklung in der Beulwitzer Straße in Saalfeld/Saale nimmt weitere sichtbare Züge an. Die Bauhütte wurde am 9. Juli 2021 in Beschlag genommen.

Die Bauhütte fungiert zunächst als Platzhalter für das neu zu errichtende Werkhaus. „Hier findet der Werkhausmanager seinen vorläufigen Arbeitsplatz, von hier aus werden Projekte zur Teilhabe, Mitarbeit und Begegnung organisiert. Partizipation und das gemeinsame kreative Schaffen stehen sowohl bei der Planung, beim Bau als auch bei der späteren Nutzung des zukünftigen Werkhauses im Mittelpunkt. Ziel ist es, ein Gefühl der Zugehörigkeit, Wertschätzung sowie eine neue Quartiers-Identität bei den Anwohnerinnen und Anwohnern zu schaffen“, erläuterte Hanka Giller, Leiterin des Amtes für Jugendarbeit/Sport/Soziales der Stadtverwaltung Saalfeld/Saale.

Das alte Kasernengelände in der Beulwitzer Straße am Stadtrand von Saalfeld/Saale hat sich zu einem der vielfältigsten und jüngsten Wohnquartiere im Landkreis entwickelt. Dazu beigetragen haben die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und die günstigen Mieten in den bestehenden Wohnblöcken. Das Zusammenleben in dieser sozialen Mischung ist für alle eine Herausforderung. Sie kann zur Chance werden, wenn Begegnungs-, Entfaltungs- und Arbeitsräume geschaffen werden. Als Zwischenraum zum Ankommen, zwischen Stadt und Land, zwischen Herkunft und Zukunft übernimmt die Beulwitzer Straße Aufgaben für die ganze Stadt und den Landkreis.

Seit 2015 entwickeln das Bildungszentrum Saalfeld und die Stadt Saalfeld/Saale die Werkhaus-Idee konsequent weiter. In Workshops mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie mit vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten entstanden das Quartierskonzept und ein konkretes Raumprogramm. Das Werkhaus vereint dabei mehrere innovative Zugänge: Bei der Planung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, beim flexiblen Raumprogramm und der modularen Bauweise sowie bei den Selbstbauphasen mit fachlicher Begleitung. Dabei wird auch der Einsatz von Recyclingmaterialien eine Rolle spielen.

Das Vorhaben wurde 2020 offiziell zum IBA Projekt. In seiner Herangehensweise zeigt es einen beispielhaften, experimentellen Weg zur Integration auf, basierend auf den Ressourcen der Menschen vor Ort und aus aller Welt. Der Baustart des Werkhauses ist für Frühjahr 2022 vorgesehen.


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Ansprechpartner

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