Künstlerische Doppelbegabungen im 1. Sinfoniekonzert
„Poetische Zeiten“ lautet der Übertitel des Konzerts. E. T. A. Hoffmann war nicht nur ein begnadeter Schriftsteller der frühen Romantik, sondern auch Kapellmeister, Komponist, Musikkritiker und Karikaturist – und das alles neben seiner Arbeit in der Amtsstube. Acht Opern, Singspiele und noch mehr effektvolle Bühnenmusiken komponierte der Wahlberliner – darunter auch zu dem Schauspiel „Das Kreuz an der Ostsee“, von dem die Ouvertüre an den beiden Abenden erklingt. Voller Poesie und schauspielhafter Überraschungseffekte steckt Robert Schumanns 4. Sinfonie d-Moll. Rund vierzig Jahre nach Schumann wurde der Komponist und Schriftsteller Carl Reinecke Herausgeber der „Neuen Zeitschrift für Musik“. In seinem Harfenkonzert zeigt sich Reineckes Experimentierfreude, aber nicht in der Struktur der Komposition, sondern vor allem am Ausloten klanglicher Möglichkeiten: Es war das erste Konzert, in dem die damals taufrische Doppelpedalharfe ihr gesamtes Klangspektrum auffächern konnte.
Der Harfenist Joel von Lerber konnte kurzfristig für die erkrankte Anaїs Gaudemard einspringen. Von Leber, 1991 in Basel geboren, ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Regelmäßig konzertiert er als Solist mit Orchestern in der Schweiz und Deutschland. Zudem spielte er gemeinsam mit dem State Hermitage Orchestra in St. Petersburg, dem Mexico City Sinfony Orchestra in Mexico City, dem Orchester Zrbranksa in Polen und dem Haifa Sinfony Orchestra in Israel.
Karten für die beiden Abende sind noch an den üblichen Vorverkaufsstellen, in der Theaterkasse und telefonisch unter 03672/422766 erhältlich. Als Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt in den Spielstätten des Theaters die „3G-Regel“.
Foto: (c) David Reisler
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