Landkreis erwartet mehr Flüchtlinge
Nach einer Mitteilung durch das Thüringer Landesverwaltungsamt bereitet sich der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt darauf vor, in den nächsten Wochen mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Der Freistaat Thüringen hat kürzlich feste Aufnahmequoten für Landkreise und kreisfreie Städte bis zum Jahresende festgelegt, um eine entsprechend vorbereitete Aufnahme vor Ort zu gewährleisten. Ziel ist eine langfristige Entlastung des derzeit erhöhten Ankunftsgeschehens von Schutzsuchenden in Brandenburg und Sachsen, die sich in den letzten Monaten aufgrund der Situation an der weißrussischen Grenze entwickelt hat.
Der Landkreis rechnet derzeit mit der voraussichtlichen Aufnahme von wöchentlich jeweils 20 Flüchtlingen bis zum Jahresende 2021. Für die Unterbringung der avisierten 200 Personen soll auf die derzeit bereits bestehenden Unterkünfte zurückgegriffen werden. Auch die Erweiterung der verschiedenen Standorte und Unterbringungsarten wird derzeit geprüft, um für den Bedarfsfall vorbereitet zu sein.
Die Verteilung der schutzsuchenden Personen an die Kommunen erfolgt grundsätzlich über die landeseigene Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl, in der sowohl Quarantäneunterbringungen als auch medizinische Screenings erfolgen.
Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat im vergangenen Jahr 2020 insgesamt 51 Asylbewerber aufgenommen. In diesem Jahr wurden bis Ende Oktober 77 Flüchtlinge untergebracht.
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