Equal Pay Day 2022
Obwohl in diesem Jahr der Aktionstag in Saalfeld/Saale krankheitsbedingt ausfallen muss, möchte Saalfelds Gleichstellungsbeauftragte Isrid Müller darauf aufmerksam machen.
„In Deutschland beträgt die Lücke zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhnen von Frauen und Männern derzeit 18 Prozent“, berichtet Isrid Müller. So werden bei einzelnen freien Trägern soziale Berufe, sei es in der Pflege von Älteren oder bei der Betreuung von Kindern, immer noch nach Haustarifen bezahlt. Ebenfalls zu niedrig entlohnt werden Frauen im Dienstleistungssektor. So etwa im Bereich Friseur, Kosmetik oder Reinigung, in denen Frauen überproportional vertreten sind. Aber auch unbezahlte Sorgearbeit wie Hausarbeit, Kinder betreuen, Ältere pflegen wird hauptsächlich von Frauen geleistet. Während der Corona-Pandemie verstärkten sich die Ungleichheiten noch, da überwiegend Frauen zu Hause bleiben mussten, um zu betreuen und zu pflegen.
„Die Politik drängt Frauen, die Erwerbsarbeit zu erweitern, dagegen waren Erwerbstätigkeit der Männer und ihr Recht auf Sorgearbeit kaum ihr Ziel. Entsprechend muss Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Partnern neu verteilt werden mit Blick auf das Familieneinkommen. Hier muss ein Umdenken stattfinden“, so Isrid Müller.
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