480 Kerzen auf dem Saalfelder Marktplatz
Zwischen 19 und 21 Uhr werden 480 Kerzen den Saalfelder Marktplatz erleuchten. Für jeden der 480 Menschen, die seit Pandemiebeginn im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Verbindung mit einer Covid19-Infektion verstorben sind, wird eine Kerze auf dem Saalfelder Marktplatz entzündet. Die Aktion geht auf eine Initiative des Jugendforums Saalfeld-Rudolstadt zurück. „Wir wollen damit der Toten gedenken und ein Zeichen für ein friedliches und solidarisches Miteinander in unserer Gesellschaft setzen“, sagt Sebastian Heuchel der als Fach- und Koordinierungsstelle der lokalen Partnerschaft für Demokratie die Arbeit des Jugendforums unterstützt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gehören neben Landrat Marko Wolfram, Bürgermeister Dr. Steffen Kania, dem Evangelischen Kirchengemeindeverband Saalfeld und vielen anderen zum Vorbereitungsteam.
Wann: Mittwoch: 9. März 2022, 19:00 bis 21:00 Uhr
Wo: Marktplatz Saalfeld/Saale
Hintergrund
Im März 2020 ist der erste SARS-CoV-2-Fall im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Aufgetreten. Mittlerweile sind weltweit fast sechs Millionen Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Unzählige Weitere haben mit Folgebeschwerden zu tun. Das Virus hat in vielen Familien Leid und Schmerz verursacht. Aber auch gesamtgesellschaftlich stellt es uns vor große Herausforderungen. Corona war in den vergangenen zwei Jahren das alles bestimmende Thema. Es prägt seitdem unseren Alltag, sei es bei der Arbeit, in der Schule oder in der Freizeit. Vor allem aber sind es die sozialen Beziehungen, die unter der Pandemie leiden. Mit dem stillen Gedenken soll auf die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie aufmerksam gemacht werden. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, einen Moment innezuhalten und der Verstorbenen in unserem Landkreis zu gedenken und deren Angehörigen ihre Verbundenheit zu zeigen. Zusammen sollen sie im Herzen der Stadt ein weithin sichtbares Zeichen setzen. Ein Zeichen, dass nicht nur an die Verstorbenen erinnert, sondern auch für all diejenigen, die auf vielfältige Weise unter der Pandemie leiden, weil sie ihre berufliche Existenz und den Anschluss in der Schule verloren haben, mit psychischen Problemen kämpfen, unter Vereinsamung leiden oder ihre Interessen und Hobbys nicht mehr frei ausüben können. Gleichzeitig soll die Aktion auch ein Zeichen der Solidarität sein, für all die Menschen, die uns durch die Pandemie begleiten und Verantwortung für andere übernehmen. Nicht zuletzt soll das stille Gedenken auch eine Mahnung sein, Frieden zu stiften. Die aktuelle Lage führt uns vor Augen, wie fragil dieser ist. Jeder von uns kann in seinem direkten Umfeld, in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis wirksam werden. Wir haben es in der Hand, wie sich unsere Gesellschaft nach der Pandemie entwickelt. Wir haben die Chance, daraus gestärkt hervorzugehen und die Erfahrungen der letzten beiden Jahre zu nutzen, um zukünftige Herausforderungen besser bewältigen zu können.
Kontakt: Koordinierungsstelle Partnerschaft für Demokratie/ Zukunftsladen Sebastian Heuchel,
Tel: 0175 – 6463975,
S.Heuchel@diakonie-wl.de
Foto (LRA SLF-RU): Kerzenerinnerung am 29.01.2021
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