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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 08.04.2022

Haushalt 2022 für Saalfeld/Saale im Stadtrat einstimmig beschlossen


Der Stadtrat hat den Haushalt 2022 der Stadt Saalfeld/Saale am Mittwoch einstimmig beschlossen. Mit einem Gesamtvolumen von 74 Millionen Euro ist der diesjährige Etat im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 Millionen Euro geschrumpft.

 

„Ein großes Lob muss der Stadtkämmerei sowie den Fachämtern gezollt werden, die gemeinsam das Kunststück vollbracht haben, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Es ist aber nicht absehbar, angesichts steigender Kosten wegen der Pandemie und der schweren internationalen Krise infolge des Ukraine-Krieges, ob die Finanzzahlen  am Ende auch belastbar bleiben“, so Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania.

Beim Verwaltungshaushalt, der für das Jahr 2022 mit rund 57,4 Millionen Euro geplant ist, konnten ca 2 Millionen Euro im Vorjahresvergleich eingespart werden. Normalerweise kennt der Verwaltungshaushalts nur den Weg nach oben. Darin enthalten sind u. a. gestiegene Kindergartenzuschüsse, Personalkosten sowie eine gestiegene Kreisumlage. Bei Kindergartenbeiträgen, Gebühren und Realsteuern sind erneut keine Erhöhungen im Haushalt vorgesehen.

Auch der Vermögenshaushalt fällt mit rund 16,7 Millionen Euro etwas geringer aus als der Etat im Vorjahreszeitraum. Investiert werden soll unter anderem in die Sanierung des Bergfriedgeländes, den Ausbau des Saale-Rad-Weges und die Umsetzung des touristischen Entwicklungskonzeptes. Ferner sind die Errichtung vom „Werkhaus Beulwitz“ sowie Ausgaben für Hochwasserschutzmaßnahmen und in den neuen Ortsteilen vorgesehen. Die Sanierung der RS Geschwister Scholl mit Schulturnhalle und Freisportanlage wird fortgeführt. Keine Streichungen gibt es bei den freiwilligen Leistungen, die bei 9,8 Prozent des Gesamthaushaltes liegen.

Der voraussichtliche Schuldenstand wird Ende 2022 ca 8,19 Millionen Euro betragen. Umgerechnet auf die Einwohner bedeutet das eine Pro-Kopf-Verschuldung von 282 Euro. Damit liegt die Stadt Saalfeld/Saale weit unter dem Landesdurchschnitt von 510 Euro.

Der wieder eingesetzte Kurbeitrag bleibt in seiner Höhe konstant. Vermieter werden gebeten, die Meldedaten der Übernachtungsgäste zukünftig elektronisch zu übermitteln. Mit Einführung der geplanten digitalen Gästekarte, mit der über QR-Code zukünftig u.a. Rabatte in den Thüringer Tourismusgebieten eingelöst und genutzt werden sollen, ist dieser Schritt notwendig. Um die elektronische Übermittlung der Meldedaten attraktiv zu gestalten, zahlt die Stadt einen Digitalbonus von 5 Prozent des Kurbeitrages an die jeweiligen Gastbetriebe zurück.


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