Markanter Brunnen erstrahlt in neuem Glanz
Über die Wintermonate stellten daher Mitarbeiter des Bauhofes einen originalgetreuen Nachbau her. Dieser ist nun fertiggestellt und wurde diese Woche der Öffentlichkeit übergeben. „Ich bin beeindruckt von der Leistung des Bauhofs. Das fachliche Können ist bemerkenswert und ich freue mich, welches Knowhow und Engagement die Mitarbeiter neben den generellen Bauhoftätigkeiten regelmäßig an den Tag legen“, erklärt Bürgermeister Dr. Steffen Kania bei der Aufstellung.
Verantwortlich für den nahezu vollständigen Nachbau ist Uwe Damrath, der die bauhofeigene Tischlerei in der Außenstelle Kleingeschwenda betreut. Für die aufwendigen und fachlich anspruchsvollen Tischlerarbeiten mussten etwa 62 laufende Meter Eichenbohlen in Form gebracht werden. Via Nut-Feder-Verbindung wurde das konische Eichenprofil zugerichtet und verleimt – jedoch ohne fremde Abdichtungsmittel. „Kleinste undichte Stellen wurden durch das Befüllen mit Wasser und das anschließende Aufquellen der Eichenhölzer beseitigt. Die originalen Verspannringe halten den Bottich in Form und geben ihm somit das finale Aussehen“, erläutert Damrath und Bauhofleiter Marin Gläser ergänzt: „Mit der fast ausgestorbenen Kunst des Böttcherhandwerks hat Uwe Damrath erneut sein handwerkliches Können unter Beweis gestellt: Und das steht einem gelernten Böttcher in nichts nach.“
Neben dem Brunnen wurde der Zugang zur Brunnenstube nach den neusten Regeln und Vorschriften ertüchtigt und die Hauptkomponenten der Wasserversorgung, d. h. Pumpen und Armaturen, durch Elektromeister André Wetzel ersetzt. Zudem erneuerte und passte der Fachbereich Straßenbau die Pflasteroberflächen im Bereich des Brunnens an. „Um den Charme der Webergasse mit seinen vorhandenen Oberflächen zu erhalten, wurde aufwendig eingelagertes Material wiederverwendet“, so Fachbereichsleiter Thomas Heidrich. Der Wasserbrauch der letzten Jahre lag zwischen 10 bis 20 qm/Jahr und der Stromverbrauch bei ca. 1200 kWh/Jahr.
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