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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 10.02.2023

Straßennamen für Graba II


Im Januar bestätigte die LEG Thüringen den Beginn der Erschließungsarbeiten für das neue Saalfelder Wohngebiet „Graba II“ in diesem Jahr. Voraussichtlich im Mai oder Juni 2023 wird mit den Erschließungsarbeiten für das Areal begonnen. Mit der Erschließung entstehen – je nach Variante – fünf bis acht neue Straßen, die Namen benötigen. Die Verwaltung bittet nun um Namensvorschläge via E-Mail an ideen@stadt-saalfeld.de; Einsendeschluss ist der 20. März. Am 3. Mai soll dann im Stadtrat über die Vergabe der Straßennamen entschieden werden.

An die Namensvorschläge werden ein paar Anforderungen gestellt. Gesucht werden Namen verdienstvoller Saalfelder Persönlichkeiten. Dabei werden lebende Personen jedoch nicht berücksichtigt und die Verwaltung muss die Zustimmung der Nachfahren einholen. Die Namen sollten einfach zu schreiben sein. Mit Blick auf die Länge des Straßennamens – dieser sollte gut auf ein Schild passen – wird nur der Nachname verwandt. „Sollte dies jedoch zu Fehlinterpretationen führen, kann der Vorname mit verwandt werden u. a. Christian-Wagner-Straße statt Wagnerstraße, da man sonst z. B. zuerst an Richard Wagner denken würde“, erläutert Tiefbauamtsleiter Uwe Neumann. Die im Oktober 2022 in den Medien gemachten Vorschläge werden nicht automatisch berücksichtigt, sondern sind erneut an die Verwaltung zu senden. „Da Frauennamen als Straßenbezeichnungen im Stadtgebiet unterrepräsentiert sind, freuen wir uns insbesondere auf Namensvorschläge verdienstvoller Frauen“, merkt Bürgermeister Dr. Steffen Kania an.

Hintergrund

Lediglich 23 Prozent der Saalfelder Straßen sind nach städtischen oder nationalen Persönlichkeiten benannt. Der deutlich überwiegende Teil der Straßennamen leitet sich von Flurnamen oder geografischen, historischen oder anderen personenungebunden Merkmalen ab. Unter den Persönlichkeiten sind Frauen wie Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Käthe Kollwitz. Frauennamen sind allerdings nicht in der Mehrzahl. Zum deutlich überwiegenden Teil erfolgten die Straßenbenennungen durch die Stadtväter und -mütter vor einigen Jahrzehnten und teils Jahrhunderten und diese aus den unterschiedlichsten Gründen (vgl. größere Umbenennungen nach den Weltkriegen oder der politischen Wende). Heute werden nur in Ausnahmefällen Straßen nach verstorbenen Persönlichkeiten, die sich Verdienste um die Stadt erwarben, benannt – oder, wie einst in Erweiterung der Musikerviertels, zur Komplettierung eines Quartiers.


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