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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 06.04.2023

Saalfeld/Saale feierte Richtfest am Werkhaus in der Beulwitzer Straße


Saalfeld – Ein weiterer Schritt ist geschafft - der Holzbau steht. Die Stadt Saalfeld/Saale hat am 6. April 2023 Richtfest am Werkhaus in der Beulwitzer Straße gefeiert. Dr. Steffen Kania, Bürgermeister der Stadt Saalfeld/Saale, und Dr. Marta Döhler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen GmbH, haben den symbolischen letzten Nagel ins Holz geschlagen.

 

„Wir freuen uns, dass mit diesem Richtfest ein weiterer Meilenstein für das Werkhaus und das Quartier in der Beulwitzer Straße getan ist. Der Neubau auf dem Gelände der Alten Kaserne wird als dringend benötigte Infrastruktur wichtige soziale, kulturelle und integrative Funktionen übernehmen“, sagte Bürgermeister Dr. Steffen Kania.

Das Werkhaus als modularer Holzbau mit seinen etwa 566 m² Nutzfläche gliedert sich in multifunktionale Innenräume und überdachte Außenräume. Entlang der Beulwitzer Straße ordnen sich die Kernräume an, beidseitig ergänzt durch flexibel nutzbare Anbauten in unterschiedlichen Größen und Qualitäten. In den Kernräumen werden u.a. Büros, Küche, Sanitär, Hausanschluss eingeordnet.

Die Baukosten des Gebäudes belaufen sich auf 1,15 Millionen Euro. Hinzu kommen Kosten für die Planung und Gestaltung des Freiraums in Höhe von 310.000 Euro. Beides wird zu 90 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Freistaat sowie IBA-Ergänzungsmitteln finanziert. Der Eigenanteil der Stadt Saalfeld/Saale beträgt 10 Prozent. Geplant ist, das Werkhaus im September 2023 zu eröffnen.

Mit seinem innovativen Konzept und experimentellen Entstehungsprozess ist das Werkhaus ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen.  Der Bau und das Nutzungs- und Betreiberkonzept sind als stetiger Entwicklungsprozess angelegt. Dabei stehen Partizipation und das gemeinsame kreative Schaffen im Mittelpunkt.  Im Sinne des IBA Mottos „Wie wenig ist genug“ sind Baustruktur und Ausstattung auf ein Minimum reduziert. Die Bauabschnitte gliedern sich in ein durch Fachfirmen errichtetes Gebäude, sowie Ausbaumaßnahmen, die Helfer und Anwohner mit fachlicher Unterstützung des Werkhausmanagers leisten, wie z.B. die Fassaden, deren Holzverkleidung aus dem stadteigenen Wald stammt und in Eigenleistung angebracht wird. Das gemeinsame kreative Schaffen stiftet eine neue Quartiers-Identität sowie ein Gefühl der Zugehörigkeit und Wertschätzung.

Mit dem Bau des Werkhauses reagiert die Stadt Saalfeld/Saale gemeinsam mit dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, dem Bildungszentrum Saalfeld und weiteren Partnern auf die Herausforderungen und Chancen der Migration sowie auf die Mängel und Potenziale im Wohnumfeld und schafft dringend benötigte Infrastruktur. Nutzer sind Quartiersmanagement, Bildungs- und Sozialträger, Vereine und Initiativen aus dem Quartier.

Architekten des Werkhauses sind SIGMA PLAN Weimar. Das städtebauliche Konzept und die Grundidee gehen auf einen Vorentwurf der ARGE ifau Berlin mit Jesko Fezer und Projektbüro Hamburg zurück. Die Freiraumplanung liegt bei IHLE Landschaftsarchitekten, Weimar.

 


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