Kommunale Wärmeplanung
Der Stadtrat der Stadt Saalfeld/Saale hat am 1. Oktober 2025 den Beschluss zur Durchführung der kommunalen Wärmeplanung gefasst.
Worum geht es?
Mit der kommunalen Wärmeplanung gibt die Stadt Bürgern und Gewerbetreibenden ein Planwerk in die Hand , aus dem sie Informationen über die zukünftige Situation der Wärmeversorgung ablesen können. Ob sie beispielsweise mit der Möglichkeit eines Anschlusses an ein Nah- oder Fernwärmenetz rechnen können.
Zur Umsetzung bedient sich das Stadtplanungsamt, in dessen Händen die Organisation der kommunalen Wärmeplanung liegt, eines Planungsbüros. Beauftragt wurde die JENA-GEOS-Ingenieurbüro Büro GmbH. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass mit einer Bearbeitungsdauer von ca. eineinhalb Jahren gerechnet werden muss. Mit ersten Zwischenergebnissen rechnet die Stadt im dritten Quartal 2026 und mit abschließenden Ergebnissen im Sommer 2027.
Wann passiert was?
Die kommunale Wärmeplanung analysiert den Energiebedarf, den Bestand an Wärmenetzen, das vorhandene Potential an regenerativen Energien und an nutzbarer Abwärme. Auf Grundlage dieser Daten werden für das gesamte Stadtgebiet Maßnahmengebiete herausgearbeitet und priorisiert, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit zur Errichtung neuer Wärmenetze eignen. Hierbei spielen neben der technischen Realisierbarkeit auch wirtschaftliche Gesichtspunkte (erwartbarer Nahwärmepreis oder erreichbare Anschlussquote) eine Rolle.
Ebenso werden Gebiete dargestellt, die nach dem jeweils aktuellen Stand, nicht für eine zentrale Wärmeversorgung in Frage kommen.
Darüber hinaus will die Stadt auch den ländlichen Ortsteilen die Möglichkeit geben von der Wärmeplanung zu profitieren. Es sollen lokal vorhandene Ressourcen der nachhaltigen Wärmegewinnung erkannt, eingeordnet und mit Handlungsempfehlungen untermauert werden.
Der am Ende des Planungsprozesses vorliegende Entwurf wird öffentlich zur Stellungnahme ausgelegt und nach Bearbeitung der Stellungnahmen bekanntgemacht. Der Wärmeplan wird alle fünf Jahre überarbeitet, um ihn an die Stadtentwicklung, den Stand der Technik und weitere sich ändernde Rahmenbedingungen anpassen zu können.
Während des Entstehungsprozesses ist vorgesehen, die Bürger der Stadt zum einen über öffentliche Informationsveranstaltungen und zum anderen auf digitalem Weg über den aktuellen Stand der Planung auf dem Laufenden zu halten.
