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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 07.05.2026

Stadtrat beschließt Haushalt 2026 der Stadt Saalfeld/Saale


Der Stadtrat hat den Haushalt 2026 der Stadt Saalfeld/Saale mit einem Volumen von 87,1 Millionen Euro beschlossen (bisheriger Höchstwert / + 1,6 Mio. Euro zu 2025).

 

„Ich bin froh, dass wir für das Jahr 2026 einen Haushalt aufstellen konnten, der uns deutlich nach vorn bringen wird. Trotz der allgemein schlechter werdenden Finanzlage steht der Haushalt im Vergleich zu anderen Kommunen gut da.“, sagte Bürgermeister Dr. Steffen Kania zur Stadtratssitzung am 6. Mai 2026.

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes beträgt 71,5 Mio. Euro (+ 1,86 Mio. Euro zu 2025).

Die Kostentreiber sind vor allem die Erhöhung der Kreisumlage auf 15,7 Mio. Euro (+ 1,5 Mio. Euro ggü. Vorjahr; + 7,6 Mio. Euro ggü. 2016) sowie gestiegene Unterhalts-, Sach- und Verwaltungskosten auf 11 Mio. Euro (+ 1,0 Mio. Euro i. Vgl. zu 2025).

Das Steueraufkommen steigt gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. Euro entsprechend der Prognose der letzten Steuerschätzung auf 35 Mio. Euro.

Steuer- und Gebührenerhöhungen wird es in 2026 nicht geben.

Ein ausgeglichener Haushalt konnte unter anderem durch ein moderates Wachstum der Personalkosten erzielt werden. So verzeichnete die Stadtverwaltung Saalfeld/Saale im Jahr 2026 bei den realen Personalkosten einen Anstieg von lediglich 2,7 Prozent, was unterhalb der tariflichen Steigerung von 2,8 Prozent liegt. Für das Jahr 2026 sieht der Stellenplan eine Erweiterung um 2,3 Vollbeschäftigteneinheiten vor. Wesentlich hierfür ist der erhöhte Personalbedarf in den städtischen Kindergärten aufgrund gesetzlich geänderter Personalschlüssel. Zudem erfolgte eine Aufstockung um zwei Teilzeitstellen im Reinigungsbereich sowie um eine Vollzeitstelle im Amt für Wohngeld und Soziales.

In jedem Fall konnten die freiwilligen Leistungen in vollem Umfang erhalten werden, was laut Dr. Kania außergewöhnlich positiv zu erwähnen ist. Sie umfassen 8,8 Mio. Euro u.a. für Kinder- und Jugendarbeit (1,5 Mio.), Sport (1,2 Mio. Euro), und Stadtmuseum (1 Mio. Euro). Auch bleibt der freiwillige Essensgeldzuschuss für die Schülerspeisung erhalten.

Der Vermögenshaushalt umfasst ein Volumen von 15,5 Millionen Euro und entspricht nahezu dem Vorjahreswert. Zu den zentralen Investitionsschwerpunkten zählen der dritte Bauabschnitt der Rudolstädter Straße, die Renaturierung des Köditzbaches sowie die Fortführung der Umgestaltung „Auf dem Graben“ im zweiten Bauabschnitt. Zudem sind der Neubau der Turnhalle Dittrichshütte, der Baubeginn der Grundschule Gorndorf und die Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge fest eingeplant.

Besonders hervorzuheben ist das Engagement im Bildungsbereich: Mit Übernahme der Schulträgerschaft 2001 hat die Stadt bereits 35 Millionen Euro in Schulen investiert. Mit dem aktuell geplanten Neubau in Gorndorf haben nun alle Schulen von dieser Trägerschaft profitiert. Abgerundet wird der Vermögenshaushalt durch Maßnahmen für Ganztagsschulprojekte, die Erneuerung der Löschwasserbehälter in Volkmannsdorf, den Umbau des Bauhofs sowie Fahrzeugbeschaffungen in Kleingeschwenda.

Eine Kreditaufnahme von 3,5 Millionen Euro ist vorgesehen. Der Schuldenstand wird bei Realisierung der geplanten Kreditaufnahme Ende 2026 8,9 Mio. Euro (306 Euro/Einwohner) betragen und ist damit weiterhin viel geringer als der Thüringer Durchschnitt mit 419 Euro/Einwohner.

Die dauernde Leistungsfähigkeit ist gegeben.

Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sind im Investitionsprogramm unter Beachtung aller Ortsteile u.a. geplant: die Umsetzung Brandschutzbedarfsplan Feuerwehr, der Neubau Turnhalle Dittrichshütte, der Neubau der Grundschule Gorndorf, die Umgestaltung Auf dem Graben, Hochwasserschutzmaßnahmen, Taubenbacher Weg, Knochstraße, Klubhaus nur bei Förderung, Sicherung der Johannisgasse 5 in Abhängigkeit einer Förderzusage.

Zudem hat der Stadtrat den Finanzplan der Stadt Saalfeld/Saale für den Zeitraum 2025 bis 2029 beschlossen. In das zugrunde gelegte Investitionsprogramm sind die im Planungszeitraum vorgesehenen Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen nach Jahresabschnitten aufgenommen.

Dr. Kania schloss die Tagesordnungspunkte mit dem Hinweis ab, dass der ausgeglichene Haushalt maßgeblich den Gewerbesteuerzahlern zu verdanken sei. Besonders hervorzuheben sei dabei die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die die Stadt Saalfeld/Saale über ihre steuerlichen Pflichten hinaus durch Sponsoring und Spenden unterstützen.

 


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