Die Königin der Instrumente in voller Pracht
Von Charles-Marie Widor erklingt die legendäre Toccata aus der fünften Orgelsinfonie. Das Stück zählt zu den bekanntesten Orgelwerken überhaupt, doch an diesem Abend zeigt es sich von einer anderen Seite: Nicht allein die Orgel trägt den musikalischen Impuls, sondern das gesamte Orchester ebnet den vertrauten Tönen neue Wege. Einen solistischen Kontrapunkt setzt der junge Cellist Valentino Worlitzsch, mehrfacher Preisträger Internationaler Musikwettbewerbe und Solocellist des Gewandhausorchesters. Er bringt mit Lalos Violoncellokonzert sogar ein bisschen spanisches Flair und Operncharme auf die Bühne. Und wer Saint-Saëns’ 3. Sinfonie hört, erlebt einen außergewöhnlichen Höhepunkt im Schaffen eines herausragenden Komponisten, wie der Meister das Stück selbst einordnete: „Mit ihr habe ich alles gegeben, was ich geben konnte … so etwas wie dieses Werk werde ich nie wieder schreiben.“ Die Orgel mit Gewandhausorganist Michael Schönheit tritt dabei nicht als Solistin hervor, sondern verleiht dem sinfonischen Geschehen Tiefe, Gewicht und monumentale Weite. Ergänzt wird das Programm durch Marcel Duprés „Cortège et Litanie“, ein Werk aus dem frühen 20. Jahrhundert, das eine andere Seite der Orgel zeigt. Die Musik entfaltet sich aus einfachen Motiven heraus zu einem zunehmend warmen und satten Klangbett. Es dirigiert Generalmusikdirektor Oliver Weder.
Karten sind an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters, auf der Website auf www.schiller-theater.de und an der Theaterkasse in der KulTourDiele, Tel. 03672/450 10 00. Außerdem gibt es 30 Minuten vor Beginn eine Konzerteinführung für alle, die ein bisschen mehr wissen wollen.
Text: Friederike Lüdde - Thüringer Landestheater Rudolstadt Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH
Foto: Valentino Worlitzsch ©Felix Broede
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