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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 03.12.2025

Stadtmuseum Saalfeld stellt das neue „Saalfelder Weihnachtsbüchlein“ vor und zieht Bilanz


„Alle Jahre wieder“ gibt es zur Adventszeit einen neuen Band des „Saalfelder Weihnachtsbüchleins“. Nun liegt der 122. Jahrgang dieser traditionsreichen Schriftenreihe vor, in der seit 1854 ausgewählte Beiträge zur Saalfelder Stadtgeschichte veröffentlicht werden.

 

Das Weihnachtsbüchlein 2025 enthält sechs wissenschaftliche Beiträge von ebenso vielen Autoren. Die Themen sind sehr vielfältig und beleuchten ganz verschiedene Aspekte. Es geht unter anderem um den Saalfelder Waschmaschinenfabrikanten Hans-Joachim Schaede, um die „Japanervilla“ in Garnsdorf und um Glasfenster sowie den Altar der Grabaer Gertrudiskirche.

Das neue „Weihnachtsbüchlein“ erscheint wie stets mit Unterstützung durch die Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, den Rotary Club Saalfeld e. V. sowie den Geschichts- und Museumsverein Saalfeld e. V.

Aus dem Erlös des Büchleins geht traditionell eine Spende in Höhe von 150 Euro an wohltätige Zwecke hervor: In diesem Jahr für den Hospiz am Saalebogen e.V., der Schwerstkranke, Sterbende und ihre An/Zugehörigen durch eine angemessene palliativmedizinische und –pflegerische Versorgung betreut.

 

Die Vorstellung des Weihnachtsbüchleins ist „krönender“ Abschluss eines jeden Museumsjahres, der mit einem Rückblick sowie Ausblick verbunden ist.

 

Rückblick 2025

Erweiterung der Museumssammlungen:

Das Stadtmuseum Saalfeld kann einige repräsentative Neuzugänge verbuchen:

  • Plastik „Seele“ der Künstlerin Sylvia Bohlen, in Verbindung mit ihrer entsprechenden Sonderausstellung
  • Historische Feuerspritze aus Jehmichen
  • Klavier der Saalfelder Firma Edmund Jost aus den 1920erJahren
  • Bleistiftzeichnungen des Grafikers Hans Jordan aus der Zeit um 1950
  • Bierseidel des Arbeiter-Turn- und Sportbundes aus der Zeit der Weimarer Republik
  • Ölgemälde „Oktoberwind“ des sowjetischen Malers Michail Dewjatow von 1962 aus dem Besitz der Saalfelder Feuerwehr
  • Ankauf eines Konvoluts aus dem Nachlass der Gastwirtfamilie Rexrodt vom Hotel „Goldener Anker“: Insgesamt achtzehn stadtgeschichtlich bedeutende Objekte, die bereits seit vielen Jahren als Leihgaben im Museum waren, konnten mit Förderung durch das Thüringer Ministerium für Bildung. Wissenschaft und Kultur erworben werden.

Bewahrung von Museumsgut:

Durchgeführt wurde 2025 eine Voruntersuchung des Großen Marienaltars in Hinblick auf seine zukünftige Restaurierung. Dabei wurde der Altar gleichzeitig statisch gesichert und die Predella überarbeitet. Dieses Projekt wurde gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie durch den Geschichts- und Museumsverein Saalfeld, der wiederum Mittel von der Kreissparkasse aus den Eintrittserlösen des 2. Comedy-Mix erhalten hatte.

Forschungstätigkeit:

Aus Forschungen des Museums ist 2025 eine neue Publikation hervorgegangen, ein weiteres Heft der beliebten „Saalfelder Museumsreihe“. Es handelt sich um eine Begleitbroschüre der aktuellen Sonderausstellung zum Bauernkrieg. Dazu kamen Beiträge in verschiedenen Zeitschriften und Reihen, zuletzt im „Weihnachtsbüchlein“. Das gesamte Jahr über wurden außerdem wissenschaftliche Anfragen aller Art beantwortet.

Vermittlungsarbeit:

Unter der Leitung von Pascal Müller hat die Museumspädagogik wie gewohnt zahlreiche Führungen und Aktionen angeboten. Hinzu kamen besondere Aktionen am Kindertag (20.09.) sowie am „Maus-Türöffner-Tag“ (3.10.). Am Kindertag hat der Förderverein Freunde des Stadtmuseums Saalfeld e.V. Sonderführungen „Wie lebten die Saalfelder Franziskaner?“ angeboten und durchgeführt. Am Maustag fand eine spannende Schatzsuche im ganzen Museum statt.

Seit August 2025 schließlich wird das neue Format „Erlebnisführungen“ regelmäßig am ersten Sonntag eines Monats angeboten, das mit wechselnden Themen und Aktionen ganz unterschiedliche Einblicke ins Museum gewährt.

Ausstellungen:

Sechs Sonderausstellungen gab es 2025 im Stadtmuseum.

  • die Ende 2024 eröffnete Schau „Saalfeld im Rausch“ war noch bis Anfang März zu sehen,
  • die Tafelausstellung „Leseland DDR“, verbunden mit einem Vortragsabend zu George Orwells Roman „1984“,
  • die beiden Kunstausstellungen „Wie geht’s dir?“ von und mit Saalfelder Jugendlichen sowie „Seelenwege“ der Künstlerin Sylvia Bohlen
  • die Fotoausstellung „Die Saale von der Quelle bis zur Mündung“ des Universitätsfotoklubs Jena,
  • gerade erst eröffnet und bis Februar nächsten Jahres zu sehen ist die Ausstellung zu Saalfeld im Bauernkrieg

Besondere Erfolge:

Am 10. Mai fand wieder eine Museumsnacht statt, mit viel Musik, dem beliebten Schnäppchenmarkt gemeinsam mit der Stadt- und Kreisbibliothek und den Marionetten  der „Roland-Bühne. Zentrales Thema der Museumsnacht war die Sonderausstellung „Saalfeld im Rausch“, die einen Tag später zu Ende ging. Zu ihrem Abschluss wurden besondere Führungen angeboten. Höhepunkt des Abends war eine große historische Tombola, die das Saalfelder Marktfest von 1931 zum Vorbild hatte.

Der vielleicht größte Erfolg des Jahres aber steht noch bevor: Die Wiederbelebung der mittelalterlichen Klosterbibliothek an ihrem originalen Ort, erstmals seit 500 Jahren. 2024 begonnen, jetzt fertiggestellt erfolgt die Eröffnung am 14. Dezember im Rahmen des Klosteradvents. Damit wird das Langzeitprojekt „Museum 2.0“, bei dem es um eine Profilschärfung durch Besinnung auf die eigentlichen Stärken des Hauses geht, einen großen Schritt vorankommen.

Im nächsten Jahr soll es weitergehen mit der Rekonstruktion der Klosterküche sowie einer Mönchszelle, ebenfalls an originalen Orten, und der Sichtbarmachung der spätmittelalterlichen Fußbodenheizung des Franziskanerklosters im ehemaligen Speiseraum der Mönche, heute Vortragsraum.

Zwei zentrale Alleinstellungsmerkmale machen die Einzigartigkeit des Stadtmuseums Saalfeld aus: Das Bauwerk des Franziskanerklosters, dieses stellt den umfänglichsten bis heute erhaltenen Klosterkomplex aus spätgotischer Zeit in Thüringen dar, und die in mehr als 100 Jahren aufgebauten Sammlungen mit bedeutenden Originalobjekten zur Kloster- und Stadtgeschichte.

 

Ausblick 2026

2026 wird es nach derzeitigem Stand folgende Sonderausstellungen geben:

  • „Wer will da helfen, das Kloster stürmen?“ – Saalfeld im Bauernkrieg 1525 bis 22. Februar
  • „Traum im Paradies. Schülerkunst des Erasmus-Reinhold-Gymnasiums ab Ende Februar bis Anfang Mai
  • „Am Anfang war die Eisenbahn“ - Historisches Spielzeug aus der Privatsammlung Robin Wagner ab März bis Mai
  • Gabriel Wiese: Korkmöbel ab Juni
  • „Saalfeld und seine Platte“ ab 3. Oktober bis Anfang 2027

Zudem sind folgende Veranstaltungen geplant:

  • zum Internationalen Museumstag am 17.05. wird es bei freiem Eintritt ein Veranstaltungsangebot mit fachlichem Schwerpunkt geben
  • 13.09. Tag des offenen Denkmals
  • 20.09. Kindertag
  • 03.10. Maus-Tag
  • 13.12. Advent im Kloster

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Ansprechpartner

Christopher Mielke

  03671 598-203     Email schreiben...
Daniela Jahn
03671 598-205     Email schreiben...