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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 03.12.2024

Stadtmuseum Saalfeld stellt das neue „Saalfelder Weihnachtsbüchlein“ vor und zieht Bilanz


„Alle Jahre wieder“ gibt es zur Adventszeit einen neuen Band des „Saalfelder Weihnachtsbüchleins“. Nun liegt der 121. Jahrgang dieser traditionsreichen Schriftenreihe vor, in der seit 1854 ausgewählte Beiträge zur Saalfelder Stadtgeschichte veröffentlicht werden. Das „Saalfelder Weihnachtsbüchlein 2024“ wurde am 2. Dezember 2024 von Museumsdirektor Dr. Dirk Henning im Stadtmuseum Saalfeld öffentlich präsentiert.

 

Das „Weihnachtsbüchlein 2024“ enthält fünf wissenschaftliche Beiträge von ebenso vielen Autoren. Wie immer sind die Themen sehr vielfältig. Es geht unter anderem um Aspekte der Saalfelder Wirtschaftsgeschichte, um das historische Weichbild der Stadt sowie um den Spitalsgarten am Grünhain, aber auch um Saalfeld als „Steinerne Chronik Thüringens“.

Das neue „Weihnachtsbüchlein“ erscheint wie stets mit Unterstützung durch die Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, den Rotary Club Saalfeld e. V. sowie den Geschichts- und Museumsverein Saalfeld e. V.

Aus dem Erlös des „Weihnachtsbüchleins“ geht traditionell eine Spende in Höhe von 150 Euro an wohltätige Zwecke hervor: In diesem Jahr kommt das Geld Annette Zemitzsch und ihrem Herzens-Projekt „Weihnachten für Einsame“ zugute. Die Leiterin der Saalfelder Selbsthilfegruppe „Mobbing und Diskriminierung“ organisiert am 26. Dezember in der Orangerie eine Weihnachtsfeier, die sich speziell an Menschen richtet, die an den Weihnachtsfeiertagen alleine sind und sich einsam fühlen.

Und auch ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk für das Museum wurde übergeben: Eine rekonstruierte Uniform der preußischen Artillerie von 1806, die zum „Gefecht bei Saalfeld 1806“ gehört und künftig in der Dauerausstellung zu sehen sein wird.

Mit der Vorstellung des „Weihnachtsbüchleins“ ist traditionell ein Rückblick auf das vergangene Museumsjahr durch Museumsdirektor Dr. Dirk Henning verbunden.

 

Erweiterung der Museumssammlungen

Wichtige Neuzugänge in die Sammlungen waren 2024 vor allem Gemälde, darunter Ansichten des Franziskanerklosters von 1900 bzw. 1932 sowie Arbeiten von Max Schamberger. Zuletzt schenkte der Künstler Alfred Görstner in Verbindung mit seiner Werkschau dem Museum das Acryl-Bild „Saalfeld – Aufsicht in Blau“ von 2024. Erwähnung verdient ferner ein Konvolut zur Geschichte des „Akademischen Kegelclubs Mediconus Saalfeld“.

Bewahrung von Museumsgut:

Da die zur Verfügung stehenden Mittel für Restaurierung 2024 für die Wiederherstellung der Klosterbibliothek benötigt wurden, waren keine größeren Bewahrungsmaßnahmen möglich. Durchgeführt wurde daher nur die jährliche Wartung an allen Objekten der Schnitzplastik.

Dank zahlreicher Sponsoren, darunter die WOBAG Saalfeld, das Landratsamt und viele private Stifter, gelang es jedoch, eine Anzahl historischer Filme, deren Material durch chemische Prozesse bereits stark angegriffen ist, zu digitalisieren und damit sichern zu lassen. Für die Lagerung der Originale wurde zudem ein eigener kleiner Kühlschrank angeschafft, denn nur so lässt sich der Zersetzungsprozess aufhalten bzw. verzögern.

Forschungstätigkeit:

Aus Forschungen des Museums sind 2024 zwei neue Publikationen hervorgegangen: Das Buch „Der Gemeinderat der Stadt Saalfeld/Saale 1919-1945“, das im Januar zur großen Geburtstagsfeier des Museums vorgestellt wurde, sowie ein neues Heft der „Saalfelder Museumsreihe“. Hierbei handelt es sich um einen Katalog zum Museumsbestand an Steindenkmälern, analog zum 2020 veröffentlichten Katalog zur Schnitzplastik. Die Reihe solcher Bestandskataloge soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Hinzu kamen Beiträge in verschiedenen Zeitschriften und Reihen, zuletzt im „Weihnachtsbüchlein“. Das gesamte Jahr über wurden außerdem wissenschaftliche Anfragen aller Art beantwortet.

Vermittlungsarbeit:

Die Museumspädagogik hat wie gewohnt zahlreiche Führungen und Aktionen angeboten. Hinzu kamen besondere Aktionen am Kindertag (20.09.) sowie am „Maus-Türöffner-Tag“ (3.10.), die durch den Förderverein „Freunden des Stadtmuseums Saalfeld e.V.“ unterstützt wurden. So hat der Verein in eigener Regie ein Programm rund um den beliebten „Weihnachtsberg“ entwickelt und umgesetzt. Daran anschließend hat der Verein übernommen, erstmals seit zwei Jahren den Weihnachtsberg auch wieder aufzubauen und Führungen dazu anzubieten.

Fünf Sonderausstellungen gab es 2024 im Museum. Die erst Ende November 2023 eröffnete Ausstellung „Von erster Mensch bis erstes Auto“ war noch bis zum 1. April zu sehen. Es folgten zwei Kunstausstellungen zu Hermann und Gerhard Meyer bzw. Alfred Görstner, eine Zinnfigurenausstellung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zinnfigurenmuseum Kulmbach/Plassenburg sowie – im November eröffnet und noch bis Anfang März 2025 zu sehen – die Ausstellung „Saalfeld im Rausch – Feste und Feiern vom Mittelalter bis zur Gegenwart“.

Besondere Erfolge 2024:

Das Jahr 2024 begann mit der Geburtstagfeier des Museums anlässlich seines 120-jährigen Bestehens am 31. Januar, sowie das Museumsfest am 1. Juni im Rahmen der Festdekade „1125 Jahre Saalfeld/Saale“ mit Ausstellungseröffnung, Musik, Bastelangeboten, einem Schnäppchenmarkt zusammen mit der Stadt- und Kreisbibliothek, einem Marionettenstück der Saalfelder Roland-Bühne sowie einmal mehr Führungen durch die „Freunde des Stadtmuseums“, diesmal zum Thema „Wie lebten die Saalfelder Franziskanermönche?“

Weitere Erfolge in 2024 waren u.a. die Teilnahme des Stadtmuseums am Erstcheck „Auf der Suche nach NS Raubgut“, einem Projekt des Museumsverbandes Thüringen, gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, sowie der Beginn der Wiederherstellung der mittelalterlichen Klosterbibliothek an ihrem originalen Ort, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei. In diesem Zusammenhang wurde die Münzausstellung innerhalb des Museums umgelagert, die einstige Klosterküche beräumt und mit der Gestaltung des Bibliotheksraumes begonnen. In 2025 erfolgt die Fertigstellung dieses einzigartigen Kleinods.

 Text: Stadtmuseum Saalfeld


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