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AKTUELLES ∎ Nachrichten und Informationen ∎ News vom 14.08.2014

Tauben füttern? Nein, danke.


Warum das Füttern verwilderter Tauben nicht nur schädlich ist, sondern auch verboten ist

Die Population verwilderter Tauben ist im Stadtgebiet, insbesondere im Stadtteil Gorndorf, in jüngster Vergangenheit wieder stark gestiegen. Nicht zuletzt das Überangebot an Nahrung – vor allem Essensreste, die als Futter ausgestreut werden – ist hierfür verantwortlich.

 

Fünf Gründe, warum das Füttern verwilderter Tauben schädlich ist:

  1. Das reichliche, unnatürliche Futterangebot führt dazu, dass Tauben ihr Futter weniger selbst suchen. Die „eingesparte Zeit und Energie“ nutzen sie vielmehr zur Aufzucht von Nachwuchs. Stadttauben brüten – nicht wie wilde Tauben ein bis zwei Mal im Jahr – etwa fünf bis sieben Mal im Jahr. Jedes Taubenpaar bringt so durchschnittlich fünf Junge im Jahr durch.
  2. Die einseitige, nicht artgerechte Ernährung der Tauben macht sie um einiges anfälliger für Parasiten (u. a. Würmer) und Krankheiten wie z. B. Salmonellose, Tuberkulose oder Pocken. Durch die Nähe zu den Tauben(-nester) können sich Menschen leicht infizieren. Begrenzte Nistflächen in Gebäudenischen, Dachvorsprüngen oder Dachböden sowie die schnell wachsende Population führen zudem zu einer raschen Verbreitung.
  3. Die in den Nestern lebenden Taubenmilben, Taubenzecken, Flöhe und Bettwanzen können sich ebenfalls auf den Menschen übertragen. Sie überleben noch Jahre, auch wenn das Nest bereits lange unbewohnt ist.
  4. Eine ausgewachsene Taube produziert jährlich etwa 12 bis 15 kg Kot, der wiederum Ursache für viele verschiedene – auch meldepflichtige – Krankheiten ist. Selbst getrockneter Taubenkot enthält aktive Krankheitserreger, die beim Einatmen Krankheiten auslösen können. Gefährdet sind vor allem Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen sowie Allergiker.
  5. Nicht nur für Menschen ist der Taubenkot gefährlich, sondern auch für Gebäude. Besonders die im Kot enthaltene Harnsäure zerfrisst Steine und korrodiert Metall.

 

Was muss getan werden?

Die beste Methode dem „Taubenproblem“ zu begegnen, ist ein absoluter Fütterungsverzicht: Tauben sind wieder zur natürlichen Nahrungssuche gezwungen und haben weniger Zeit zum Brüten. Dadurch reduziert sich die Taubenpopulation auf ein gesundes Maß und die artgerechte, natürliche Ernährung lässt sie weniger anfällig für Krankheiten werden. Außerdem sollten alle Hausbesitzer die Nistmöglichkeiten für Tauben mithilfe von Kunststoffnetzen, Drahtgeflechten oder ähnlichem erschweren. Dies wirkt nicht nur dem Vermehren der Tauben entgegen, sondern dient auch dem Schutz des Gebäudes vor Beschädigung und Beschmutzung durch Taubenkot.

 

Für den Hinterkopf: das städtische Verbot!

Im Stadtgebiet der Stadt Saalfeld/Saale ist gemäß der Ordnungsbehördlichen Verordnung das Füttern von Tauben ausdrücklich verboten. Ein Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Ordnungsbehördengesetzes dar und kann mit einer Geldbuße geahndet werden.


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Ansprechpartner

Christopher Mielke

  03671 598-203     Email schreiben...
Daniela Jahn
03671 598-205     Email schreiben...