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Saalfelder Marktfest

DEINE SPARKASSE - DEIN MARKTFEST

Heiß, heiß, heiß …!


13 000 Besucher kamen zum Marktfest 2018 – das hielt, was es versprach

Das diesjährige Saalfelder Marktfest brach alle Rekorde, geht als das wohl beste Marktfest der Neuzeit in die Geschichtsbücher ein und blickt auf drei heiße Meisterwerke zurück: heiße Temperaturen, heiße Künstler und vier Tage heiße Stimmung. Allein die Besucherbilanz mit mehr als 13 000 Gästen spiegelt bereits den Erfolg wider. Eine wirtschaftliche Analyse hat da noch gar nicht stattgefunden.

Selbst die Versorger gaben 2018 ein durchweg positives Feedback. „Ein Ausschankbetreiber erklärte zum Beispiel, dass es vom Umsatz her der beste Donnerstag seither war“, beschreibt Festleiter Martin Schwartz. Der Erfolg des Saalfelder Konzertabends deutete sich bereits früh an. Allein im Vorverkauf gingen doppelt so viele Tickets über den Tresen wie im Vorjahr. Nicht von ungefähr, schließlich waren Subway to Sally der Headliner. Zuvor zogen Eule Müller mit ihrer tiefgründigen, mannigfaltigen Mischung das Saalfelder Publikum in den Bann. Den Anfang machten jedoch Revolving Door aus Neuhaus. 2 541 Besucher ließen sich den Marktfestdonnerstag nicht entgehen.

Den Party-Freitag bereicherten die Hermes House Band, die Fellberg Granaten und DJ Yanek. Saalfelds Gute Stube erlebte eine ausgelassene und sehr friedliche Party. Die Hermes House Band war dabei eine besonders positive Überraschung. „Die Band hat beim Rock-Klassiker 'Country Roads' einen Beat drunter gelegt, das kam wie ein Brett von der Bühne“, erklärt Veranstaltungstechniker Thomas Schilling – ein Techniker-Ausdruck für größte Bewunderung.

Den 1980er-Marktfestabend auf dem Marktplatz gestalteten als Headliner REMODE. Die Ankündigung hielt Wort: Keine andere reicht so nah an die Power und Leidenschaft der Jungs aus Basildon heran, wie diese Band aus Bielefeld. Schließlich betitelte bereits 2007 das Musikmagazin „Subway“ REMODE als „Europas beste Depeche-Mode-Tribute-Band. Weitere Künstler an diesem Abend waren Rambling Stamps und Greenbeats. Letztere sorgten für Begeisterung beim Publikum mit einer perfekten Mischung aus mitreißender Drum-Performance, spektakulären Showeffekten und Tanzeinlagen. „Es waren einfach alle Vollblutmusiker und begnadete Entertainer, die alles gaben, hielten, was sie versprachen, oder sich sogar übertrafen“, attestiert Schwartz. Nicht weniger beliebt war die Museumsnacht bei Kerzenschein im ehemaligen Franziskanerkloster u. a. mit der Ausstellungseröffnung „Raus aus dem Korsett! Frauenalltag von der Kaiserzeit bis 1945“.

Mit über 2 000 Besuchern war auch das Saalfelder Freibad samstagnachts abermals der Hort der Jugend und der Junggebliebenen. „Anstandslos & Durchgeknallt“, Louis Garcia und „Unrat & Krempel“ versprühten beatgeladenes und frisches Club-Feeling in einer warmen Sommernacht, was einige Gäste zum spontanen Bad und zur abkühlenden Schwimmeinlage veranlasste.

Die heißen Temperaturen in der Innenstadt verleiteten am Samstag zunächst nur wenige zu einem Besuch des Saalfelder Zunftmarktes. Der Sonntag gestaltete sich da deutlich besser, wie von den Händlern zu hören war. Neben dem traditionellen Rundgang des Bürgermeisters feierte das erste Saalfelder Hoheitentreffen, organisiert von Saalfelds Grottenfee Celina Erler, seine Premiere. 14 verschiedene Königinnen und Prinzessinnen aus ganz Thüringen verliehen dem Zunftmarkt einen neuen „königlichen“ Glanz. „Ein echter Gewinn und Quotenbringer“, wie Carmen Jochmann von Schier-Optik schlussfolgerte, waren die Bühnen auf dem Kirchplatz und in der Oberen Straße. Das im vergangenen Jahr gestartete Konzept mit Nebenbühnen und regionalen Künstlern ging so erneut auf. Für Kurzweil sorgte zudem das Kinderfest auf der Nordseite des Kirchplatzes, auch wenn der Puppenspieler unentschuldigt fernblieb.

Besuchszahlen nie gekannten Ausmaßes erlebte der Marktplatz am Sonntag. Dazu trugen neben den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt und den Chören der Johanneskirche vor allem die Stadtkapelle Kulmbach sowie das Projekt „Rock trifft Walzer“ des GTC Saalebogen im 1. SSV Saalfeld & FAKE’z Rock Cooperation bei.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings dann doch. Dem einen oder anderen Besucher fiel auf, dass der Zunftmarkt weniger belebt war als die Jahre zuvor. Festleiter Martin Schwartz erkannte dies ebenso und verspricht: „Der Kulturbetrieb wird 2019 mehr Ideen und mehr Herz investieren. Den Schwerpunkt sollen noch mehr die traditionellen Gewerke ausmachen. Wir können bei den historischen Zünften noch zulegen. Es gibt dazu bereits Gespräche mit Saalfelds Zünften, sodass wir 2019 einen weiteren Schritt nach vorn gehen werden.“

Für das Saalfelder Marktfest 2019 erklärt Martin Schwartz: „Wir hoffen, den Trend fortsetzen zu können. Bei den Besucherzahlen gibt es Luft nach oben. So ist die natürliche Grenze dessen, was der Saalfelder Markt an Massen verkraften kann, noch nicht erreicht. 4 000 Besucher an einem Abend sind machbar.“ Ergänzend erklärte er, dass das Booking schon in vollem Gang sei.

Das nächste Saalfelder Marktfest findet vom 13. bis 16. Juni 2019 statt und verschiebt sich damit wegen Pfingsten um eine Woche nach hinten.

Fotos: Foto-Studio Lange

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