15.09.2021

Schule in Corona-Zeiten: Ein Interview mit der Leiterin des Amtes für Kindergarten, Schule, Hort


Schule in Corona-Zeiten ist für alle eine Herausforderung. In einem Interview berichtet Sandra Häselbarth, Leiterin des Amtes für Kindergarten, Schule, Hort wie sie die Zeit der Pandemie erlebt und erlebt hat.

 

Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Sandra Häselbarth:

Mein Name ist Sandra Häselbarth, ich bin seit Dezember 2018 im Amt für Kindergarten, Schule Hort und seit 2019 die Leiterin für knapp 49 Mitarbeiter von 7 Schulen sowie 3 kommunalen Kindergärten.

 

Was war beruflich in den letzten 3 Jahren die größte Herausforderung für Sie?

Sandra Häselbarth: 

Neben den alltäglichen Herausforderungen war natürlich auch für unser Amt das Thema Corona eine neue, besondere Herausforderung. Seit März 2020 haben wir mit Mehrarbeit von bis zu 30 % zu kämpfen gehabt. Aber diese besondere Herausforderung lässt sich mit einem Spitzenteam gut meistern. Ohne gute Mitarbeiter läuft da nix.

 

Gibt es etwas, das Sie im Nachhinein besser machen würden?

Sandra Häselbarth: 

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Corona hat uns alle besonders gefordert. Eventuell wären bestimmte Sachverhalte besser gelaufen, wenn wir als Kommune vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport früher Informationen über Abläufe erhalten hätten. Ansonsten haben wir als Team der Schulverwaltung Saalfeld/ Saale  insbesondere in den letzten Monaten in Überstunden, teilweise sogar Wochenenddiensten versucht, allen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Warum haben Sie sich für diesen doch recht anstrengenden Job entschieden?

Sandra Häselbarth: 

Dies ist für mich nicht nur ein Job, sondern eine Berufung. Es stellt zwar jeden Tag für unser gesamtes Team eine Herausforderung dar, aber genau das liebe ich an diesem Job. Ich weiß morgens noch nicht, was auf mich zukommt. Aber am Abend dann alle Herausforderungen des Tages gemeistert zu haben, ist auch ein Stück weit Befriedigung im Alltag. Und mit einem tollen Kern-Team an meiner Seite funktioniert das auch super.

 

Gibt es noch Bereiche, die Sie in der Zukunft verändern wollen?

Sandra Häselbarth: 

Wir haben in den letzten Jahren, seit ich im Amt bin, bereits viele Veränderungen erfahren. Dies beginnt bei erhöhten Anforderungen bei Vergaben von Kosten des Verwaltungsaufwandes, erhöhtem Zeitaufwand von Personaleinsätzen, bestimmten zusätzlichen Formalien und Gesetzlichkeiten, sowie weiteren Anforderungen wie Fördermittelanträge und gesetzliche Vorgaben. Diesen zusätzlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist mein täglich Brot. Darüber hinaus möchte ich jedoch bestimmte Abläufe, insbesondere für die Eltern z.B. die Anmeldung für die Kindergärten in Saalfeld, in den nächsten 2 Jahren optimieren.

 

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Sandra Häselbarth: 

Im Moment wünsche ich mir nur, dass wir ganz normal ins neue Schuljahr 2021/2022 starten. Insbesondere für die Kinder war das vergangene Jahr besonders hart und sie haben ein Stück Normalität verdient. Und auch für unser Amt wünsche ich mir wieder normale Abläufe, dann bin ich schon sehr zufrieden und blicke entspannt in die Zukunft.