21.07.2020

Saalfeld radelt mehr als zweieinhalb Mal um die Erde


Saalfeld. Wer bei einschlägigen Suchmaschinen den Erdumfang eingibt dürfte vor dem Hintergrund von STADTRADELN Saalfeld überrascht sein. Diese spuckt nämlich ein Ergebnis von etwa 40.000 Kilometern aus. Im Umkehrschluss haben es die Saalfelderinnen und Saalfelder während des dreiwöchigen Wettbewerbszeitraumes von STADTRADELN geschafft mit ihren 109.424 Kilometern zweieinhalb Mal um den gesamten Globus zu radeln.

Insgesamt 442 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, verteilt auf 42 Teams haben sich an dem Pilotprojekt in Saalfeld beteiligt. Ein Ergebnis, das auch David Theobald, Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik und Initiator der Wettbewerbsteilnahme, beeindruckt hat: „Das ist wirklich eine Hausnummer. Insgesamt konnten über die drei Wochen rund 16 Tonnen CO2 eingespart werden und im Vergleich zu anderen Kommunen zeichnet sich schon jetzt ab, dass wir ein besonders radaktives Stadtparlament haben. Das Ergebnis hat uns gezeigt, dass es ein hohes Interesse der Saalfelderinnen und Saalfelder am Thema Radfahren gibt. Deswegen werden wir uns nächstes Jahr definitiv wieder am STADTRADELN beteiligen.“

Hervorzuheben sei dabei auch die Leistung der einzelnen Teams. So brachten es der 1. SSV Saalfeld auf 20.313 Kilometer und das Stahlwerk Thüringen auf 10.771 Kilometer Radstrecke. Beachtlich sei auch die Einzelleistung einiger Teilnehmer gewesen. So stechen zwei Radler mit einer Leistung von über 2.000 Kilometern hervor, elf weitere lagen zwischen 1.000 und 2.000 Kilometern.

Wichtig sei für Theobald, nun den Schwung aus dem Wettbewerb mitzunehmen, wenn es um den Ausbau des Radverkehres in Saalfeld, sowie um weitere Nachhaltigkeitsaspekte geht. „Es laufen im Augenblick zahlreiche Projekte zu diesem Thema, was uns optimistisch in die Zukunft schauen lässt“, erklärt der Nachhaltigkeitsmanager. So befindet sich zum Beispiel gerade das Radverkehrskonzept für die Stadt Saalfeld in der ersten Abstimmung, bevor es der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt wird. Eine Möglichkeit, so Theobald, die Querverbindung zur Saalfelder Nachhaltigkeitsstrategie zu ziehen, die im Themenfeld „Mobilität“ vielfältige Aspekte zur Verbesserung des Saalfelder Radverkehrs aufzeigt.

Zudem befindet sich auf touristischer Ebene gerade der Mountainbike-Führer für Saalfeld in Erarbeitung durch den Mountainbiker Andreas Albrecht. Damit solle Saalfeld auch für den Radtourismus attraktiver werden.

Und nicht zuletzt findet die Verbesserung der Radinfrastruktur Eingang in die aktuellen Baugeschehen. So nahm in der Planung der Sanierung der Rudolstädter Straße von Beginn an der Radverkehr eine zentrale Stellung ein. Ein Prinzip, welches auch bei zukünftigen Bauprojekten Anwendung finden solle, um auf diese Weise, dem Radverkehrskonzept entsprechend, Schritt für Schritt den Radverkehr in Saalfeld zukunftsfähig zu gestalten.