20.05.2020

Die Alte Kaserne blüht auf


Saalfeld. Der Saalfelder Stadtteil Beulwitzer Straße/Alte Kaserne ist von seinen Bewohnern der jüngste und vielseitigste Stadtteil der Feengrottenstadt. Nun soll in naher Zukunft auch die Natur dem Rechnung tragen. In einer Kooperation mit dem Quartiersmanagement unter Martin Spitzer, dem Amt für Jugendarbeit, Sport, Soziales und dem Verein „GemüseAckerdemie e.V.“ erhält der Stadtteil nun einen Interkulturellen Garten.

Hier haben dann Kinder und Jugendliche aber auch ganze Familien die Möglichkeit, sich einen kleinen Garten zu erschaffen, wie Sally Rentsch von der Stadt Saalfeld/Saale erklärt: „Es handelt sich dabei um ein neues Projekt. Und vor allem der Interkulturelle Garten, der sich auch mit Unterstützung der Mitglieder des Kinder- und Jugendausschusses an das jüngere Publikum richtet, soll einen Beitrag zum Thema gesunde Ernährung leisten.“

So bauten am Mittwoch unter Anleitung des Vereins „GemüseAckerdemie e.V.“ etwa zehn Kinder und Jugendliche auf der Fläche hinter der Gemeinschaftsunterkunft unter anderem Kürbisse, Salate, Tomaten, Mais oder Gurken an. Dabei könne das Projekt vor allem in Thüringen auf gute Grundlagen zurückgreifen, wie Anett Kirchbichler vom Verein anfügt: „Thüringen ist das einzige Bundesland, das Schulgarten noch als eigenes Unterrichtsfach unterrichtet.“ So soll sich das Projekt in Beulwitzer Straße/Alte Kaserne in der Zeit nach Corona besonders an Kindergärten und auch an Grundschulen in der Feengrottenstadt richten.

Damit sich der Interkulturelle Garten auch in der Stadtgesellschaft behauptet, dafür soll die Anbindung an den Kinder- und Jugendausschuss (Kuja) der Stadt Sorge tragen, meint Sally Rentsch: „Unser Ziel ist es, das Projekt an den Kuja anzubinden und auf diese Weise auch die Verbindung zu den Kindern und Jugendlichen herzustellen, damit der Interkulturelle Garten als Idee weitergetragen wird.“

Neben dem jüngeren Publikum haben aber auch Familien die Möglichkeit im Bereich der Alten Kaserne eigene Parzellen zu bewirtschaften, wie Quartiermanager Martin Spitzer anmerkt: „Wer Interesse hat, kann sich gerne bei uns im Büro melden. Es macht auch nichts, wenn die gärtnerische Expertise am Anfang noch etwas fehlt. Für das Fachwissen haben wir mit Simone Müller-Volk jeweils montags und donnerstags jemanden vor Ort, der hier mit Fachwissen und Rat und Tat zur Seite steht.“