03.10.2019

Tibetische Mönche beginnen Arbeit am Sandmandala


Bis zum 11. Oktober können Interessierte den Mönchen täglich im Saalfelder Rathaus bei der Arbeit zusehen

Saalfeld. Sich wiederholende Mantren, der Duft von Räucherkerzen, sanftes Klingen von Glocken und das Rieseln des Sandes. Vielen Saalfeldern dürften diese Geräusche vertraut sein. Bereits zum vierten Mal gastieren die tibetischen Mönche aus Ladakh im Himalaya mit ihrem Sandmandala in der Feengrottenstadt.

Neu ist in diesem Jahr allerdings der Arbeitsraum der Buddhisten. Zum ersten Mal erstellen die Mönche im Sitzungssaal des Saalfelder Rathauses ihr Mandala. Damit wolle die Stadt dazu beitragen, der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu geben, erklärte Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania: „Wir sind angefragt worden, ob wir einen Raum zur Verfügung stellen können. Da haben wir uns nicht lange bitten lassen.“

Die Mönche nach Saalfeld geholt hat auch in diesem Jahr wieder Birgit Hansel vom Tibetischen Zentrum in Probstzella, die vor allem der Stadt ihren Dank aussprach: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir so viel Unterstützung erhalten. Daher gilt unser Dank dem Bürgermeister und den Mitarbeitern der Stadt.“

Zur Bedeutung gaben die Mönche aus Ladakh während der Eröffnung selbst Auskunft. So handele es sich bei dem jüngsten Mandala um ein Yamantaka, was so viel wie Weisheit bedeute. Im Buddhismus symbolisiere ein Mandala den Kosmos, der vom Zentrum zum Rand strebt. Mit dem Mandala wollen die Mönche einen Teil ihrer Kultur den Menschen vor Ort näher bringen.

Wer die Eröffnungszeremonie verpasst hat, der hat noch bis zum 11. Oktober Zeit, den Mönchen bei ihrer spirituellen Arbeit über die Schulter zu schauen. Täglich von 10 bis 16 Uhr werden die Buddhisten im Rathaus an dem Kunstwerk arbeiten. Den Höhepunkt bildet schließlich der 11. Oktober. An diesem Tag wird um 15 Uhr die Zerstörungszeremonie des Mandalas stattfinden.