09.11.2018

Schutzhütte im Stadtwald saniert


Die Wanderhütte nahe der früheren Seilbahn im Saalfelder Stadtwald wurde wieder auf Vordermann gebracht und hat gleich den Standort gewechselt

Gerd Fuchs ist Baujahr 1943 und Rentner. Es deshalb etwas ruhiger angehen zu lassen, kommt für den Saalfelder trotzdem nicht in Frage. Seit Jahren greift Fuchs den Mitarbeitern im Saalfelder Stadtwald schon unter die Arme. Nach Stürmen hilft er den Windbruch zu beseitigen, hat die Wandersteige im  Arnsgereuther Tal und die Fußgängerbrücken in Stand gesetzt. Und auch beim jüngsten Projekt im Stadtwald hat Fuchs seine Finger im Spiel gehabt, wie Stadtförster Alexander Krieck erklärt: „Hintergrund war, dass die Wanderhütte an der ehemaligen Seilbahn einen ungünstigen Standort hatte.“ So befand sich die Hütte etwas eingerückt von den befestigten Waldwegen und dazu noch hinter dem Holzlagerplatz. Vor allem in der Herbstzeit und nach starken Regenfällen, sei das Areal schlammig gewesen. Keine optimale Situation für Wanderer. „Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, die Hütte zu versetzen und habe das an Gerd Fuchs herangetragen. Und er meinte, das kriegen wir schon hin“, sagt Krieck mit einem Lächeln.

 

Bereits im Frühsommer konnten damit die Bauarbeiten beginnen, wie Fuchs anfügt. So wurde etwa ein komplett neues Fundament erstellt, sagt der 75-Jährige und zeigt auf rechteckige Grundkonstruktion: „Dafür haben wir alte Fensterstürze aus der DDR benutzt.“ Die größte Herausforderung sei zudem das Umsetzen des Wanderhäuschens gewesen, sagt der Stadtförster. Die Hütte wurde im Ganzen versetzt. Dabei wurde die Stadt von der Firma Autokrane Grünberg unterstützt. Weitere Unterstützung erhielt die Stadt zudem von dem Unternehmen Jakusa Bedachungen und dem Sägewerk Saalfelder Höhe in Kleingeschwenda, die unter anderem Holzbänke und Dachbahnen für die Hütte zur Verfügung stellten.

 

Im Anschluss habe Fuchs noch einige Ausbesserungen vorgenommen und das Holz eingeölt, um es witterungsfest zu machen. Gut angenommen werde die Hütte bereits, wie der 75-Jährige berichtet: „Ich habe noch drin gearbeitet, da haben sich schon die ersten Wanderer auf die Bänke gesetzt.“ Bereits im September konnte das Projekt im Stadtwald abgeschlossen werden. Für den Rentner dürfte es wohl nicht die letzte Aufgabe gewesen sein, wie er selbst bekennt. Er wolle auch weiterhin aktiv bleiben: „Wenn ich hier im Stadtwald arbeiten kann, dann bin ich draußen in der Natur.“ Das sei nach wie vor sein Hauptanliegen.

 

Aber nicht nur an der ehemaligen Seilbahn tut sich etwas, wie Krieck ergänzt. So wurden in den vergangenen Wochen die Reukauf- und die Spitzberghütte in Stand gesetzt. „Hier geht ein Dank an unsere Wanderwegewarte Karl-Hermann Geißler und Frank Pfeifer“, sagt der Stadtförster. Unterstützt wurde diese Maßnahme durch Tischler Uwe Walther. Darüber hinaus stellte der Bauhof der Stadt Saalfeld eine neue Sitzgruppe am Steinbruch „Revolutionsweg“ aufgestellt.