07.11.2018

So geht es mit dem Kindergarten Dittrichshütte weiter


Im Rahmen eines Elternabends gab Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania den Eltern einen Überblick über den aktuellen Stand zur Zukunft des Kindergartens Dittrichshütte. Am 19. November finden die konkreten Verhandlungen in Erfurt statt. Eltern kündigen Unterstützung für den Kindergarten an.

Saalfeld/Dittrichshütte. Die gute Nachricht war bereits vorher bekannt gegeben worden. Die Chancen, den Kindergarten in Dittrichshütte trotz der Insolvenz der Kinder- und Jugenderholung vor Ort zu erhalten stehen gut. Über den genauen Stand informierte Dr. Kania die Eltern im Rahmen eines Elternabends in den Räumen des Kindergartens. So zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass die Betreuungseinrichtung vor Ort erhalten werden kann. "Eine kleine Unsicherheit besteht noch. Aber zu 95 Prozent dürfte die Zukunft des Kindergartens gesichert sein", sagte Dr. Kania. 

Damit nahm er Bezug auf die grundsätzliche Bereitschaft des Thüringer Liegenschaftsmangements (Thülima), einen Nachfolgemietvertrag mit der Stadt Saalfeld/Saale für den Kindergarten abzuschließen. So zeigte sich Dr. Kania zuversichtlich, bis zum 1. Dezember eine Lösung für die offenen Fragen zu finden. So muss unter anderem noch sicher gestellt werden, dass die Strom- und Wasserversorgung des Kindergartens erhalten bleibt. Diese läuft über den Anschluss der insolventen Kinder- und Jugenderholung. 

Darüber hinaus nutzte der Bürgermeister auch die Gelegenheit, um verschiedene Gerüchte auszuräumen. So kursierte etwa im Vorfeld die Vermutung, die Stadtverwaltung habe bereits längerfristig Kenntnis von der drohenden Schließung des Kindergartens. "Wir haben am 18. Oktober erfahren, dass das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Allerdings sind wir davon ausgegangen, dass der Geschäftsbetrieb der Kinder- und Jugenderholung weiter läuft", erklärte Dr. Kania gegenüber den etwa 45 anwesenden Eltern. Erst am 1. November kam schließlich die mündliche Mitteilung seitens des Insolvenzverwalters, dass der Betrieb vollständig eingestellt und der Kindergarten damit vor dem Aus stehe. 

Im Anschluss hätten schließlich intensive Gespräche von Dr. Kania und Claudia Heynlein vom Amt für Kita, Schule und Hort mit dem Insolvenzverwalter, dem Thüringer Sozialministerium und der Thülima begonnen. Mit bekannten Ergebnis.

Bereits am 19. November soll es in Erfurt Verhandlungen über den neuen Mietvertrag mit der Thülima geben. "Hier haben wir seitens der Thülima bereits ein großes Entgegenkommen gespürt. Das stimmt uns zuversichtlich für die weiteren Verhandlungen", erklärte Dr. Kania.

Von Seiten der Eltern wurden die bisherigen Ergebnisse erleichtert aufgenommen. So boten die Eltern auch ihre Hilfe für den Kindergarten an. Sie wollten die Stadt nach Kräften unterstützen, um die Einrichtung zu erhalten.

Auch Ortsteilbürgermeister der Saalfelder Höhe, Torsten Scholz (parteilos), zeigte sich erleichtert: "Ich denke, das war eine beispielgebende Aktion von der Stadt und Bürgermeister. Wir haben mit Saalfeld einen guten Partner für die Zukunft gefunden."

Als Zeichen für die Zukunft des Kindergartens konnte Dr. Kania den Eltern und Verantwortlichen eine weitere positive Nachricht übermitteln. So wird die Einrichtung in naher Zukunft eine neue Heizungsanlage erhalten.