03.11.2018

Ausstellung "Industriestadt Saalfeld" im Stadtmuseum eröffnet


Am Samstag wurde die Sonderausstellung „Industriestadt Saalfeld“ im Stadtmuseum eröffnet. Bis zum 3. Februar erhalten Besucher Einblick in die Industrialisierung der Saalestadt

Saalfeld kann auf eine stolze Geschichte zurückblicken. Viele Aspekte der Stadtgeschichte sind in der Vergangenheit im Saalfelder Stadtmuseum bereits beleuchtet wurden. Seit Samstag widmet sich die Sonderausstellung „Industriestadt Saalfeld – Fabriken, Unternehmer, Arbeiter 1830-1945“ einem weiteren Aspekt der Historie. In insgesamt sieben Themenbereichen berichtet die Ausstellung im ehemaligen Franziskanerkloster vom Aufstieg Saalfelds zu einer Industriestadt. Passend zum Themenjahr „Industrialisierung in Thüringen“, das die Landesregierung für 2018 ausgerufen hat, widmet sich die Ausstellung dem Schritt in die Moderne an der Saale. „Ab 1830 ließ die Industrialisierung in Saalfeld eine Welt entstehen, die so vorher nicht gab“, erklärte Museumsleiter Dirk Henning während der Eröffnung.

 

Immer mehr Menschen zogen aus den umliegenden Dörfern in die Stadt, die Einwohnerzahl verdreifachte sich. Gleichzeitig entwickelten sich in dem ländlich geprägten Gebiet, in dem vorrangig Landwirtschaft betrieben wurde immer neue Geschäftszweige. Dazu gehörten der Maschinenbau, die Schokoladenherstellung oder die optische Industrie. „In dieser Zeit wuchs die Stadt erheblich an und breitete sich über die Grenzen der damals noch vorhandenen Stadtmauer aus“, ergänzte Henning. Einen besonderen Entwicklungsschub erhielt Saalfeld im Jahr 1871 mit der Anbindung an das Eisenbahnnetz, was es den Fabriken ermöglichte ihre Produkte leicht und schnell in alle Welt zu transportieren.

 

Neben den praktischen Veränderungen im Lebensstil und Arbeitsalltag der Menschen sei die Zeit auf vom Aufkommen neuer Begriffe geprägt gewesen, wie der Museumsleiter anfügt. Begriffe wie Kapitalismus, Sozialismus, soziale Frage fanden ihren Weg in den Sprachgebrauch. Mit allen dazugehörigen Konsequenzen. Neben der Ausstellung lassen sich diese Konsequenzen auch im Begleitbuch „Industriestadt Saalfeld“, das im Sutton Verlag erschienen ist, nachlesen. „Es handelt sich dabei um einen Bildband. Bilder sind historische Quellen, die uns in unmittelbarer Art Einblick in die Umstände vergangener Tage gewähren“, erklärte Andreas Ströbel, Vertriebsleiter des Sutton Verlages.

 

Das Begleitbuch „Industriestadt Saalfeld“ ist im Buchhandel erhältlich. Die Ausstellung im Stadtmuseum kann während der Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.