07.11.2018

100 Saalfelder beteiligen sich an der Bürgerversammlung zum Ausbau Knochstraße


Gestern fand im Saalfelder Bürger- und Behördenhaus die erste Bürgerversammlung zum Ausbau der Knochstraße statt. Etwa 100 Saalfelder hatten sich zu der Veranstaltung im Großen Saal eingefunden. Eingangs erklärte Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania, was es mit der Versammlung auf sich hatte. So wolle die Stadtverwaltung mehr Raum für Bürgerbeteiligung schaffen. Dafür biete sich ein so großes Projekt wie der Ausbau der Knochstraße an. "Wir wollen ein Konzept entwickeln, das die Mehrheit der Saalfelder Bürger repräsentiert", erklärte Dr. Kania zum Auftakt.

Aus diesem Grund wurden am Donnerstag mehrere Planungsentwürfe aus der Stadtverwaltung vorgestellt. So stellte Uwe Neumann, Leiter des Tiefbauamtes den Variante 1 vor. Diese sieht einen kombinierten Fuß- und Radweg, sowie Parkbuchten und das Anpflanzen einer Baumreihe entlang der Knochstraße vor. "Wir sind zudem in der Planung von einem Szenario ausgegangen, das möglichst wenige Privatgrundstücke berührt", sagte Neumann.

Die Variante 2 präsentierte Matthias Föhse, Leiter des Stadtentwicklungsamtes. Diese sieht eine schmalere Fahrbahn mit separaten Fahrradschutzstreifen vor. Bei den Planungen spielte vor allem die Durchgängigkeit der Knochstraße von der Innenstadt bis zum Freibad eine Rolle. "Das ist die einzige durchgängige Straße. Wenn wir jetzt die Chance nicht nutzen, etwas für eine fahrradfreundliche Stadt zu tun, dann sind die Messen gelesen", sagte Föhse. Zudem konnten die Befürchtungen der Anwohner zerstreut werden, dass mit der Einrichtung eines Radweges, die Parkbuchten wegfallen könnten. Allerdings müssten wir diesen Entwurf größere Grundstücksflächen von Privatpersonen angekauft werden.

Damit war die Diskussion eröffnet. Die Moderation übernahm Dr. Reinhard Scholland von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen. So wurden verschiedene Lösungsvarianten diskutiert. Eine sah etwa die Einrichtung der Knochstraße als Einbahnstraße vor, um das Problem der Fahrbahnbreite zu lösen. Darüber hinaus brachte der Saalfelder Radschlag die Einrichtung eines Runden Tisches ins Gespräch, um alle Aspekte des Ausbaus zu berücksichtigen. Immerhin gehe es bei der Knochstraße um einen "Wegweiser in die Zukunft der Stadt".

Den Abschluss übernahm wieder Bürgermeister Dr. Kania, der sich für die rege Beteiligung bedankte. "Wir als Verwaltung werden eine Menge aus der Versammlung mitnehmen. Die Veranstaltung ist eine Ermutigung für uns, den Weg der Bürgerbeteiligung weiter zu beschreiten", sagte Dr. Kania.

Wem es nicht möglich war, an der Bürgerversammlung teilzunehmen und sich weiter zu den Plänen zu informieren, der kann diese im Tiefbauamt der Stadt Saalfeld/Saale, Markt 6, bei Jens Kreißl einsehen.

Planentwürfe