01.10.2018

Sport frei auf neuem Kunstrasenplatz


Bürgermeister und Landrat übergeben neue Spielfläche im Saalfelder Stadion „An den Saalewiesen“

Symbolisch gaben Ende September Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania und Marko Wolfram, Landrat des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt den neuen Kunstrasenplatz im städtischen Stadion offiziell für den Sport wieder frei. Gut 323 000 Euro wurden in die neue Spieloberfläche investiert. Rund 100 000 steuerte der Landkreis aus Sportfördermitteln bei. „Ich freue mich, dass wir jetzt für die Sportlerinnen und Sportler der Kreisstadt optimale Trainings- und Spielmöglichkeiten anbieten können“, sagte Wolfram und Dr. Kania pflichtete ihm bei: „Damit gibt es jetzt wieder Top-Bedingungen für unsere Vereine. Gut angelegtes Geld, wie ich finde.“

Die Gesamtkosten teilen sich Landkreis und Stadt mit je 96 600 Euro und der Freistaat mit 129 200 Euro. Hauptnutzer der Gesamtanlage sind die Schülerinnen und Schüler der in der Stadt gelegenen Schulen, Saalfelds Fußballvereine – allen voran der FC Saalfeld –, der American Football-Verein Saalfeld Titans und der Leichtathletikverein Saalfeld. Ein Teil des ausgebauten Belages kommt auf dem Lok-Sportplatz an der Langeschader Straße wieder zum Einsatz. Dort wird der alte Tennenplatz mit einem neuen Kunstrasen versehen. Das Fundament für die Kunstrasenbahnen ist bereits fertig und die Bahnen liegen zum Ausrollen bereit. Der Platz soll bei schlechter Witterung durch Freizeitsportler und kleinere Trainingsgruppen genutzt werden.

Bereits in 2017 wurde der Belag der Rundlaufbahn erneuert. Zu den Gesamtkosten von gut 92 000 Euro trugen damals Stadt und Kreis jeweils fast 28 000 Euro und der Freistaat 37 000 Euro bei.

Saalfeld/Saale ist Sportstadt

„Statistisch gesehen ist jeder fünfte Saalfelder Mitglied in einem Sportverein. Mit 35 Sportvereinen und derzeit 4 737 Vereinsmitgliedern ist für jede Altersklasse und jeden sportlichen Geschmack in 54 verschiedenen Sportarten etwas dabei. Hauptaugenmerk legen wir auf die Sportanlagen sowie die Wettkampf- und Trainingsbedingungen der Sportvereine“, beschreibt Thomas Säuberlich, Leiter Sportabteilung.

„Nicht ausschließlich die Wirtschaft und das kulturelle Leben prägen eine Stadt, auch der Sport trägt zum positiven Lebensgefühl der Menschen in ihrer Heimat bei. Dabei ist es egal, ob es die großen Erfolge oder die kleinen Schritte zum Erreichen der sportlichen Ziele sind. Der Sport ist Bestandteil unserer Gesellschaft. Er hält unsere Körper fit und bietet die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und die freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Der Sport schult Fairness und Respekt, stärkt den Teamgeist und das Selbstbewusstsein und besitzt eine hohe Integrationskraft“, sagt Bürgermeister Dr. Kania. Auch in der Saison 2017/18 errangen Saalfelds Sportlerinnen und Sportler vielfältige Erfolge im In- und Ausland. Sie sind dabei Botschafter der Stadt. Nicht von ungefähr genießt die Stadt Saalfeld/Saale dadurch einen guten Ruf als „Sportstadt“. Mit der städtischen Sportlerehrung sowie dem Ehrenamtspreis im Sport unterstreicht die Stadt dies alljährlich mit.

„Ein Dankeschön gilt aber vor allem auch denjenigen, welche die Vereine führen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene trainieren und betreuen. Danke sei auch den vielen Eltern gesagt, die Woche für Woche mit ihren Schützlingen zu den Wettkämpfen fahren. Ohne deren Engagement würde vieles nicht funktionieren“, bekräftigt Säuberlich u. a. mit Blick auf die 299 in der Stadt aktiven ehrenamtlichen Übungsleiter und Trainer.

Dass Saalfelds Sportinfrastruktur intakt ist, ist nicht zuletzt den verantwortlichen Entscheidern zu verdanken. So wurden viele Sporteinrichtungen saniert oder neugebaut. Das Freibad und das Stadion „An den Saalewiesen“ wurden komplett umgebaut und saniert. Es entstanden zwei Dreifeldhallen und neue Außensportanlagen. Fast alle Schulsporthallen sind komplett oder teilweise saniert. Hinzukommen einige kleinere Maßnahmen z. B. Flutlichtanlagen in den Sporteinrichtungen und Ballspielkäfige in den Wohnanlagen. In den vergangenen 20 Jahren investierte die Stadt rund 18 Millionen Euro in die Sportinfrastruktur. Alle Kinder und Jugendlichen können die städtischen Einrichtungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb kostenfrei nutzen. Erwachsene zahlen eine Betriebskostenpauschale von monatlich 1,50 Euro.

Aktuell laufen die Planungen für die Sanierung und Erneuerung der Turnhalle und der Außensportanlage der Regelschule „Geschwister Scholl“. An der Grundschule Gorndorf ist die Sanierung der Außensportanlage ebenfalls beschlossene Sache. Darüber hinaus wird derzeit am städtischen Haushalt 2019 gearbeitet. „Die Stadt Saalfeld/Saale wird weiterhin den Sport fördern und unterstützen“, verdeutlicht Dr. Steffen Kania hierzu.

Foto: Falko Smirat